Pressemeldungen 2020

Wie stehen die Wiener Parteien zu Schwangeren-Beratung?

Vor der Wien-Wahl stellte aktion leben eine einfache Frage an die wahlwerbenden Parteien: „Viele Frauen in Wien wissen nicht, dass es unabhängige und kostenlose Schwangerenberatung gibt und profitieren deshalb nicht von diesem Angebot. Wie wollen Sie das ändern?“ Anlass ist die Tatsache, dass die Stadt Wien es in ihren öffentlich finanzierten Publikationen vielfach unterlässt, auf die Schwangeren-Beratung von aktion leben hinzuweisen und Frauen damit einen Hindernislauf aufbürdet.

 

„Wir beraten in Wien jährlich etwa 1.000 schwangere Frauen und Familien. Wir helfen bei finanziellen Problemen, psychischen Krisen oder Konflikten wegen einer ungeplanten Schwangerschaft und klären sozialrechtliche Fragen. Es gibt keine andere Stelle wie uns mit dieser Breite an Angebot bei gleichzeitiger Spezialisierung auf Schwangerenberatung“, erklärt Mag. Martina Kronthaler, Generalsekretärin von aktion leben österreich. „Dennoch scheinen wir in wichtigen Adressverzeichnissen der Stadt Wien nicht auf. Das schadet jenen schwangeren Frauen, die unser Angebot dringend brauchen.“


SPÖ, Grüne: von Ignorieren bis Ablenken


Die SPÖ betrachtet es in ihrer Antwort als „zentrale inhaltliche Schwerpunktsetzung, Frauen in allen Lebenslagen zu unterstützen“. Deshalb fördere die Stadt Wien zahlreiche Frauenberatungseinrichtungen, darunter viele mit gesundheitlicher Schwerpunktsetzung. Ähnlich äußerten sich Die Grünen: Sie betonten das „sehr dichte Netz an Einrichtungen im Bereich Frauengesundheit für schwierige Lebenslagen“ der Stadt. Dieses Gratis-Angebot sei eine wesentliche Grundlage für die selbstbestimmte Entscheidung einer Frau, Mutter zu werden. Gerade in den letzten beiden Jahren seien zahlreiche Vereine gestärkt worden.


Bisher keinen Cent durch die Stadt Wien an aktion leben


Kronthaler regt an, dass auch aktion leben künftig gestärkt wird, denn der unabhängige Verein hat bislang keinen Cent von der Stadt erhalten. „Dies ist umso unverständlicher, als das Wiener Programm für Frauengesundheit die Unterstützung schwangerer Frauen und junger Mütter in psychosozialen Krisensituationen zum Ziel hat.“ aktion leben setzt genau das seit Jahrzehnten um und arbeitet auf diesem Gebiet zum Wohl der Frauen auch mit entsprechenden Stellen der Stadt Wien gut zusammen. „Wir erwarten von der neuen Stadtregierung, dass auch die politische Ebene die Qualität unserer Arbeit entsprechend würdigt.“


ÖVP, NEOS, FPÖ: Wert der Beratung wird betont


Die Neue Volkspartei bemängelt die selektive Auswahl der Stadt Wien sowohl bei der Förderung wie bei der Nennung in ihren Publikationen. Um Frauen Zugang zu allen unabhängigen Beratungsstellen zu ermöglichen, müssten als erster Schritt alle qualifizierten Beratungsstellen in den Publikationen der Stadt Wien aufgelistet werden. Die Neos nennen sexuelle und körperliche Selbstbestimmung als oberstes frauen- und gleichstellungspolitisches Ziel. Sie empfehlen, dafür durch zielgruppenspezifische Kommunikation den Zugang zu Mädchen- und Frauenberatungsstellen sicherzustellen. Die FPÖ betont, es sei ihr ein Anliegen, Frauen und Familien in der Situation einer ungewollten Schwangerschaft zu unterstützen. Umfangreiche Beratung habe dabei einen hohen Stellenwert.


Alle Stellungnahmen finden Sie hier.

DANKE

 
 

IMMER INFORMIERT

Spendenzeitung der aktion leben österreich

Unser Informationsblatt:

Jetzt gratis abonnieren!

aktion leben österreich
A-1150 Wien, Diefenbachgasse 5/5
T: +43.1.512 52 21 | F: +43.1.512 52 21-25 | E: info@aktionleben.at
Newsletter abonnieren
Darstellung: