Pressemeldungen 2019

Künftige Regierung soll Abbruch-Statistik einführen!

 

aktion leben appelliert dringend an ÖVP-Obmann Sebastian Kurz, die Einführung einer Statistik über Schwangerschaftsabbrüche in das Regierungsprogramm aufzunehmen. Österreich braucht seriös erhobene Zahlen als Basis für Prävention und Hilfen. Zudem ist es notwendig, dass die Politik den hohen Wert der Schwangerenberatung erkennt und folglich deren Finanzierung und die Information darüber sichert. „Die neue Regierung könnte es sich zum Ziel nehmen, hier dramatische Lücken zu schließen und schwangere Frauen wirkungsvoll zu stärken und zu entlasten“, erklärt Mag. Martina Kronthaler, Generalsekretärin von aktion leben österreich.

 

Bei den Gesprächen über mögliche Koalitionen und im Erarbeiten des Regierungsprogramms werden die Weichen für die nächsten Jahre gestellt. aktion leben pocht daher auf ihre zwei wichtigsten Forderungen, deren Umsetzung die Situation vieler Menschen in Österreich langfristig verbessert:

 

Schwangerenberatung besser finanzieren

 

„Schwangerenberatung wirkt entlastend, stärkt Frauen und Familien und ist besonders wichtig, wenn die Schwangerschaft als existenziell bedrohlich und krisenhaft empfunden wird. Seit Jahrzehnten ist aktion leben auf dem Gebiet führend. Der Wert von Schwangerenberatung als primär gesundheitsförderndes Instrument wird von der Politik noch nicht verstanden, obwohl die Wissenschaft ihn stetig mehr untermauert“, betont Mag. Martina Kronthaler, Generalsekretärin von aktion leben österreich. Die Mittel dafür wurden ständig gekürzt und sind inzwischen auf einem noch nie da gewesenen Mindeststand. aktion leben fordert nun einen deutlichen Kurswechsel!

 

In Österreich mangelt es zudem an Informationen über das Angebot der Schwangerenberatung. „Wir haben sowohl dem Familienministerium als auch dem Gesundheitsministerium praktikable Ideen vorgelegt, wie die Information über Schwangerenberatung weitergegeben werden kann. „Denn jede Frau soll wissen, dass sie in der Schwangerschaft eine kompetente Beratungsstelle aufsuchen kann. Das ist unsere Vision“, erklärt Kronthaler.

 

Abbruch-Statistik eröffnet Chancen!

 

Ebenso wichtig ist aktion leben, dass auch in Österreich Informationen über Schwangerschaftsabbrüche erhoben und veröffentlicht werden, wie es international üblich ist. „Selbstverständlich bleiben dabei die Anonymität und die Entscheidungsfreiheit der Frauen gewährleistet“, betont Kronthaler. „Eine seriöse Statistik eröffnet die große Chance, die Prävention von Schwangerschaftsabbrüchen auf der Basis von Fakten und den Bedürfnissen der Menschen entsprechend zu beginnen“, ist Kronthaler überzeugt.

 

Ohne Basisdaten über Schwangerschaftsabbrüche gibt es keine konstruktive Auseinandersetzung. Ohne Daten können Entwicklungen nicht verfolgt werden: „Wir wollen die Politik weiter in die Pflicht nehmen, wenn es bei der Prävention oder der Bereitstellung von Hilfe Mängel gibt.“

 

Die Bürgerinitiative „Fakten helfen!“ wurde von fast 54.000 Bürgerinnen und Bürgern unterstützt und in der vergangenen Legislaturperiode nicht mehr abschließend behandelt. Sie wird in die nächste Legislaturperiode mitgenommen. Mit ihr fordert aktion leben die Einführung einer anonymen Statistik über Schwangerschaftsabbrüche sowie – davon unabhängig – die regelmäßige wissenschaftliche Erforschung der Motive für oder gegen Schwangerschaftsabbrüche. Die Fristenregelung wird von einer Statistik in keiner Weise berührt.

 

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