Pressemeldungen 2019

Sexualpädagogik durch Vereine ist wertvoll!

„Es macht uns betroffen, wie leichtfertig und schnell jahrzehntelang bewährte Arbeit auf dem Gebiet der Sexualpädagogik von Politikerinnen und Politikern ruiniert werden kann“, erklärt Mag. Martina Kronthaler, Generalsekretärin von aktion leben österreich. Anlass ist der gestern vom Unterrichtsausschuss angenommene Entschließungs-Antrag, „weltanschaulich neutrale Sexualerziehung ohne Beiziehung von Vereinen“ sicherzustellen.

 

Mit diesem unbedachten Antrag ist nur eines sichergestellt: Dass Kinder und Jugendliche in den nächsten Jahren keine qualifizierte Sexualpädagogischen Workshops erhalten!“ aktion leben appelliert dringend an die Bildungsministerin, dem Antrag nicht stattzugeben und der nächsten Regierung eine konstruktive Lösung zu empfehlen.

 

Sexualpädagogik ist eigenes Gebiet

 

„Sexualpädagogik ist ein eigenes Gebiet, das Aus- und Weiterbildungen erfordert“, betont Kronthaler. Vereine setzen zudem spezielle Schwerpunkte, die einen zusätzlichen Wert für Kinder und Jugendliche darstellen. „Sexualpädagogik durch Vereine ermöglicht, dass die oft unterschiedlichen Anliegen von Klassen bedarfsgerecht und altersgemäß bearbeitet werden können. Die Vorstellung, dass allgemein ausgebildete PädagogInnen oder FachlehrerInnen einfach fortführen können, was spezialisierte ExpertInnen mit viel Know-How und Einsatz tun, zeugt von fatalem Unwissen über die Aufgabe von Sexualpädagogik“, gibt Kronthaler zu bedenken.

 

Streichen aller Angebote destruktiv

 

„Auch wenn es punktuell Beschwerden gegeben haben sollte, ist deshalb das Streichen aller Angebote eine überaus destruktive, überzogene Lösung“, kritisiert Kronthaler. „Ist das die Freiheit, die sich ÖVP und FPÖ vorstellen? Trauen sie Lehrerinnen und Lehrern, Eltern und Kindern so wenig Einschätzungsvermögen zu? Diese wollen die Workshops und wählen sorgfältig, wen sie an die Schule holen. Dafür müsste es dringend öffentliche Mittel geben, denn bisher tragen die Kosten die Eltern alleine.“

 

Sexualpädagogik ist zum einen ein Unterrichtsprinzip, Wissensvermittlung obliegt daher natürlich den LehrerInnen. „Aber wir wissen auch, wie wenig Zeit gerade für diese Themen da ist und vor allem: Es geht bei sexualpädagogischen Workshops auch um persönliche Fragen, die SchülerInnen in der Regel lieber mit einer externen Person besprechen wollen“, betont Kronthaler. „Viele Kinder und Jugendliche erleben unsere Workshops als besondere Zeit, in der es um sie selbst als Mensch geht, in der sie nicht bewertet werden.“

 

Abstimmung schon nächste Woche

 

aktion leben fordert den Nationalrat auf, bei der Abstimmung nächste Woche die Kinder und Jugendlichen in den Mittelpunkt zu rücken: „Es gibt andere Möglichkeiten, Qualität sicherzustellen. Lassen Sie den Kindern und Jugendlichen die wertvolle Zeit, die sie in Workshops von Vereinen verbringen und suchen Sie konstruktive Lösungen!“ Es würde Jahre dauern, bis die SchülerInnen wieder ähnliche Angebote erhalten, wenn jetzt alles kaputt gemacht wird.

 

Andere wichtige Themen bleiben Jahrelang liegen

 

Im übrigen sei es grundsätzlich verwunderlich, welche Themen in Windeseile auf die Tagesordnung kommen und erledigt werden, während andere jahrelang liegen bleiben. „Die Einführung einer Statistik über Schwangerschaftsabbrüche als Basis für Prävention und Hilfe wurde hinausgeschoben und die Diskussion darüber verschleppt“, stellt Kronthaler abschließend fest. „Wir fordern die Politik auf, hier das selbe Engagement an den Tag zu legen. Davon hätten die Bürgerinnen und Bürger nämlich wirklich etwas“, schließt Kronthaler.

 

 

 

 

 

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