Pressemeldungen 2017

Politik soll schwangere Frauen entlasten!

„Die Entlastung schwangerer Frauen muss endlich als wesentliches Thema der Politik verstanden und entsprechend forciert werden“,  fordert Mag. Martina Kronthaler, Generalsekretärin der aktion leben österreich, von der neuen Bundesregierung. Konkret braucht es vor allem spezialisierte Schwangerenberatung und deren Bewerbung sowie leistbaren Wohnraum.  Es soll auch weiterhin ein eigenes Familienministerium geben, damit diese Agenden Priorität und das ihnen zustehende Gewicht erhalten.

 

„Damit Kinder gut geboren werden und aufwachsen können, braucht es ein starkes Familienministerium. Dieses achtet darauf, dass die Agenden der Kinder und ihrer Eltern in allen anderen politischen Feldern oberste Priorität erhalten und Maßnahmen auf ihre Auswirkungen auf Familien hin überprüft werden", betont Martina Kronthaler. Dafür zu sorgen, dass es Kindern und ihren Eltern von Anfang an gut, erspart dem Staat viele Kosten, die aus einer belasteten Zeit der Schwangerschaft und Geburt resultieren können. „Mütter und Väter zu entlasten fördert die Bindungsfähigkeit der Kinder und erhöht ihre Bildungschancen. Und es ist ebenso wichtig und gesundheitspolitisch vernünftig, besonderes Augenmerk auf schwangere Frauen zu richten. „Wir fordern die Bundesregierung auf, sich mit der Bedeutung gesundheitlicher Prägung am Lebensanfang zu beschäftigen und entsprechende Maßnahmen abzuleiten.“
 
Wissenschaftliche Erkenntnisse ernst nehmen!
 
„Starke Belastungen der Mütter wirken sich mehrfach auf das ungeborene Kind aus. Dazu gehören vor allem auch existenzielle Unsicherheiten und allein gelassen zu werden. Entlastung hingegen senkt das Risiko für die Kinder, später an Krankheiten des metabolischen Systems zu erkranken. Dazu gehören Krankheiten wie Bluthochdruck, Herzinfarkt, Schlaganfall, Fettleibigkeit und Diabetes.  Auch das Verhalten gegenüber Stress wird vorgeburtlich geprägt. Diese Zusammenhänge sind gut erforscht, in den Überlegungen der Politik aber noch nicht angekommen“, bemängelt die aktion leben-Generalsekretärin.
 
Priorität für Entlastung schwangerer Frauen
 
aktion leben fordert daher den Ausbau spezialisierter Schwangerenberatung unter Einbeziehung des Wissens um die Bedeutung der vorgeburtlichen Lebenszeit. „Schwangerenberatungsstellen müssen kontinuierlich beworben werden, damit Frauen und Familien verlässlich von diesem Angebot erfahren und profitieren können. Weiters braucht es die Einrichtung eines Hilfsfonds für schwangere Frauen in belasteten Situationen. Der Entlastung von Familien mit kleinen Kindern muss auch in der Sozialpolitik besondere Priorität eingeräumt werden“, stellt Kronthaler klar.
 
Leistbaren Wohnraum sichern
 
Besonderen Handlungsbedarf ortet der Verein beim Wohnen, da kaum leistbarer Wohnraum für alleinerziehende Mütter und Familien mit mehreren Kindern verfügbar ist. Es mangelt auch an Mutter-Kind-Wohneinrichtungen, die sich nach dem Bedarf der in Österreich lebenden Mütter und Familien richtet. Existenzieller Stress schwangerer Frauen wie die Sorge um ein leistbares und sicheres Zuhause ist ein hoher Risikofaktor für die Gesundheit der Mütter und Kinder. Dieser Stress zeigt sich auch in Tendenzen zu Frühgeburten.
 
Fehlendes Wissen bedeutet fehlende Rücksichtnahme
 
„Es müsste Allgemeinwissen sein, dass es wichtig ist, schwangere Frauen zu entlasten und zu stärken“, betont Kronthaler. „Fehlt dieses Wissen, fehlt auch jede Rücksichtnahme gegenüber schwangeren Frauen  und ungeborene Kinder mit weitreichenden Folgen. Wir wünschen uns, dass dieses Lebenswissen bereits in der Schule verstärkt vermittelt wird.“
 
„Fakten helfen!“ geht weiter
 
Kronthaler abschließend: „Wir bleiben politisch aktiv. Und ein erstes wichtiges Ziel ist die Umsetzung der Forderungen unserer Bürgerinitiative „Fakten helfen!“, mit der wir eine anonyme Abbruch-Statistik und die Erforschung der Gründe für Abbrüche fordern. Wer mehr weiß, kann auch besser gegensteuern und helfen. Wir bitten weiterhin um Unterstützung für dieses Anliegen. Unsere Bürgerinitiative ,Fakten helfen!‘ ist wieder auf der Parlamentsseite online.“ Einen Link dahin gibt es auf www.fakten-helfen.at.“
 

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