Pressemeldungen 2016

20 Jahre „info-dienst bio-ethik“ - Moraltheologe Günter Virt gratuliert und gibt Interview

 

Seit 20 Jahren gibt aktion leben österreich vierteljährlich leicht verständliche, aktuelle Nachrichten und Meinungen zu biomedizinischen Themen und beleuchtet daraus entstehende ethische Fragen heraus.

 

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aktion leben-Generalsekretärin Mag. Martina Kronthaler: „Die Frage, wie Menschen ins Leben treten oder aus dem Leben gehen (sollen), betrifft uns alle. Deshalb sollten möglichst viele Menschen Bescheid wissen, um mitreden und vor allem um solidarisch mitgestalten zu können.“ Themen des „info-dienstes bio-ethik“ sind der Beginn des Lebens, Fortpflanzungsmedizin, Forschung am Menschen im Bereich der Genetik und das Ende des Lebens. „Es geht also um eminente Zukunftsfragen“, so aktion leben Generalsekretärin Mag. Martina Kronthaler.

 

Univ.-Prof. Dr. Günter Virt, Professor für Moraltheologie, Mitglied der „European Group on Ethics in Science and New Technologies“ in Brüssel (2001-2016), Mitglied der Bioethikkommission im Bundeskanzleramt (2001-2009), gratuliert zum Jubiläum und erläutert in der aktuellen Ausgabe, wie er die bioethische Debatte in Österreich bewertet und welche bioethischen Themen uns in den nächsten Jahren begleiten werden. „ Eine der großen ethischen Fragen ist, wofür werden die Technologien gemacht: für Therapien oder für Enhancement, also die Veränderung des Menschen nach bestimmten Vorstellungen, geleitet vom Streben nach dem perfekten Menschen“, so Virt in seinem Eingangsstatement.

 

Nur personenzentrierte Medizin entspricht Menschenwürde

 

Virt erläutert, wohin die Reise seiner Meinung nach geht: „Die Zukunft gehört einem Denken in größeren Zusammenhängen. Bioethik betrifft nicht nur den Menschen, sondern die gesamte Biosphäre in Zusammenhang mit den sozialen Problemen, die dazu führen, wie wir diese Biosphäre gestalten und belasten.“ Für wichtig hält er u.a. neue Technologien im Gesundheitswesen und dass personalisierte Medizin nicht auf Genetik reduziert wird. „Was wir brauchen, ist eine personenzentrierte Medizin. Nur eine solche entspricht der Würde des Menschen.“

 

Der Mensch als Mittel zum Zweck?

 

In einem zweiten Interview in der Jubiläumsausgabe kommt Dr. Gertraude Steindl , Präsidentin von aktion leben und Verfasserin des „info-dienstes bio-ethik“ zu Wort. Das Menschen-Optimieren wäre von Anfang an als Vision festgestanden. „Der Mensch als ein Wunder der Natur eingebettet in die Liebe Gottes ist zunehmend zu einem Produkt geworden, dessen Eigenschaften diejenigen vorbestimmen wollen, die ihn ins Leben rufen. Nichts soll mehr dem Zufall überlassen werden.“ Die unverletzliche Menschenwürde weiche zunehmend einer Betrachtung, die den Menschen als Mittel zum Zweck sieht.

 

Am Herzen liegt Gertraude Steindl, ein Gegengewicht zu schaffen zu den Werbestrategien jener, die aus beträchtlichem wirtschaftlichem Interesse die Entwicklung weitertreiben. „Was mich in vielen Berichten stört ist, dass immer Einzelschicksale herangezogen werden, Menschen, mit denen jeder Mensch mit Herz Mitleid haben muss. Aber keiner fragt nach Alternativen, kaum jemand will eine Last auf sich nehmen, auf etwas verzichten, kaum jemand schaut aufs größere Ganze.“ Dem steht eine Vision für ein gedeihliches Zusammenleben entgegen, das der „info-dienst bio-ethik“ befördern wolle.

 

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Die vollständigen Interviews mit Dr. Gertraude Steindl und Günter Virt lesen Sie im aktuellen „info-dienst bio-ethik“.

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