Pressemeldungen 2016

Österreich muss gegen Leihmutterschaft Farbe bekennen

Von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt will eine starke Lobby Leihmutterschaft auf europäischer Ebene legalisieren. Nun wird in einer Sitzung Leihmutterschaft am 21. September 2016 erneut im Sozialausschuss des Europarates behandelt werden. aktion leben fordert die österreichische Bundesregierung auf, sich deutlich für ein europaweites Verbot von Leihmutterschaft auszusprechen, um die Rechte der Kinder zu wahren und Frauen vor Ausbeutung zu schützen.

 

„Österreichs Regierung muss endlich Klartext sprechen und der Leihmutterschaft eine Absage erteilen“, fordert Martina Kronthaler, Generalsekretärin der aktion leben österreich.  Leihmutterschaft sei nach österreichischem Gesetz zwar verboten, aber dieses Verbot ergibt sich nur implizit aus einer Reihe von Gesetzen. „Es gibt keine deutlich erkennbare Regierungslinie, auf die sich Österreichs VertreterInnen auf europäischer Ebene berufen können. Dadurch ist es denkbar, dass bei Abstimmungen im Europarat VertreterInnen Österreichs der Legalisierung der Leihmutterschaft unter bestimmten Bedingungen zustimmen werden“, erläutert Kronthaler die Gefahr des offiziellen Schweigens.

 

Sitzung des Sozialausschusses

Am 21. September wird der Sozialausschuss des Europarates in einer Sitzung erneut über Leihmutterschaft beraten. Ziel ist es, eine Vorlage für die Herbst-Session der Parlamentarischen Versammlung des Europarates zu erarbeiten, die dann zur Abstimmung kommt. Eine Empfehlung des  Europarates wäre zwar rechtlich nicht verbindlich, hätte aber große Signalwirkung.

Grundlage für die Sitzung des Sozialausschusses ist erneut ein umstrittener Bericht der belgischen grünen Politikerin Petra De Sutter über Leihmutterschaft, der empfiehlt, „altruistische“ Leihmutterschaft zuzulassen. Dieser Bericht war schon wiederholt Gegenstand von Verhandlungen. Zuletzt wurde De Sutter vorläufig suspendiert, da sie selbst in die Durchführung von Leihmutterschaft involviert ist.

 

Ein Kind ist keine Ware

Martina Kronthaler appelliert,  Leihmutterschaft nüchtern und umfassend zu betrachten: „Leihmutterschaft schadet Kindern und Frauen auf vielfältige Weise, gleich ob sie bezahlt oder unbezahlt durchgeführt wird. Es gibt kein Recht auf ein Kind um jeden Preis. Ein Kind ist keine Ware und eine Frau ist keine Produktionsstätte für ein Kind. Sowohl aus der Perspektive des Kindeswohls wie aus Frauensicht gibt es viele gute Gründe gegen Leihmutterschaft.“

 

Ausführliche Information

Warum aktion leben so überzeugt gegen Leihmutterschaft eintritt, legt der Verein auf seiner Homepage www.leihmutterschaft.at ausführlich dar.

 

„Uns ist es wichtig, umfassend über Leihmutterschaft zu informieren, um einer schleichenden Akzeptanz dieser Methode entgegenzuwirken. Gleichzeitig informieren wir die österreichischen Mitglieder des Europarates. Unser Ziel ist ein zumindest europaweites Verbot der Leihmutterschaft. Nur so wird Leihmutterschafts-Tourismus vermieden und nur so wird deutlich, dass Leihmutterschaft in Europa nicht erwünscht ist.“

 

Weitere Informationen auf www.leihmutterschaft.at

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