Pressemeldungen 2016

Vorgeburtliche Beziehungsförderung - Erfahrungen aus Praxis und Wissenschaft

„Die vorgeburtliche Beziehungsförderung bringt eine neue Qualität in die professionelle Beratung und Begleitung schwangerer Frauen“, betont
Mag. Martina Kronthaler, Generalsekretärin der aktion leben österreich. Bei der Pressekonferenz am 24. Mai präsentierten das Österreichische Institut für Familienforschung und die aktion leben die erste wissenschaftliche Dokumentation von Erfahrungen mit dieser Methode der Schwangerenbegleitung in Österreich.


 

aktion leben initiierte 2011 bis 2013 den ersten Weiterbildungs-Lehrgang in vorgeburtlicher Beziehungsförderung. In Deutschland, der Schweiz oder anderen Ländern ist die Methode unter „Bindungsanalyse“ bekannt. Generalsekretärin Kronthaler dankte dem BM für Familien und Jugend, das den ersten Ausbildungslehrgang für vorgeburtliche Beziehungsförderung gefördert hat. Ebenso ist dem Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung zu danken, das die vorliegende Dokumentation durch das Österreichische Institut für Familienforschung gefördert hat.

 

1. Bindungsanalyse, ein Qualitätssprung in der Schwangerenberatung

 

Die aktion leben selbst hat die Methode seit zwei Jahren erfolgreich in ihre Schwangerenberatungsstelle implementiert. „Durch die Begleitung von mittlerweile fast 140 Frauen durch aktion leben-Beraterinnen hat sich auch unser Verständnis für Krisen durch Schwangerschaften noch einmal sehr vertieft“, erklärte Martina Kronthaler. „Diese Erfahrungen kommen allen Frauen zugute, die sich an unser Beratungs-Zentrum wenden.“

 

2. Bindungsanalyse, ein Meilenstein für ein gesundes Ankommen

 

„Als wir die Methode in Deutschland kennenlernten, faszinierte uns zum einen, wie sehr Kinder durch sie in ihrer Persönlichkeit gestärkt werden“, berichtete Martina Kronthaler.

Auf der anderen Seite gebe es wichtige gesundheitsfördernde Effekte durch niedrige Kaiserschnittraten, weniger zu früh geborene Kinder und kaum postpartale Depressionen.

 

3. Wissen bedeutet verantwortliches Handeln

 

Aktuelle Forschungen zeigen, dass Bindung schon in der Schwangerschaft beginnt. Die Bindungsanalyse fördere diese ganz besonders und schaffe damit die Basis für eine gute Entwicklung eines Kindes“, betonte die Generalsekretärin.

Da die vorgeburtliche Beziehungsförderung ein besonders präventives, gesundheitsförderndes Angebot ist, sollte es allen schwangeren Frauen und Eltern zur Verfügung stehen.

 

4. Appell, Methode mit öffentlichen Mitteln zu fördern

 

Die aktion leben appelliert daher an die Gesundheitsressorts in Bund und Ländern, diese Methode allen Frauen bezahlen, die sie in Anspruch nehmen möchten. Ebenso brauche es einen weiteren Lehrgang, damit genügend zertifizierte Beraterinnen schwangere Frauen und Paare möglichst gut begleiten können.

 

5. Bindungsanalyse fördert Empathie und Verständnis

 

„Indem wir schwangere Frauen und Eltern mit der Bindungsanalyse und generell mit einer einfühlsamen Schwangerenberatung Halt und Sicherheit geben, stärken wir ihre Fähigkeit, auch ihrem Kind Halt zu geben“, ist Kronthaler überzeugt. Wenn Kinder von Anfang an Empathie und Verständnis für ihre Bedürfnisse erfahren, können sie dies auch später leben und weitergeben.

 

Weitere Lektüre

 

Broschüre „Sichere Bindung. Das wertvollste Geschenk!“ von aktion leben. Darin sind neben weiteren Informationen zur Methode auch zwei Fallgeschichten aus der Beratungstätigkeit von aktion leben angeführt. Die Broschüre kann um 2,50 Euro bei aktion leben bestellt werden: info@aktionleben.at, www.aktionleben.at.

 Studie des Österreichischen Instituts für Familienforschung

 

In der Studie des ÖIF findet sich u.a. eine Beschreibung der Methode und der Geschichte der Methode, die als „Bindungsanalyse“ von den ungarischen Psychoanalytikern György Hidas und Jenö Raffai entwickelt wurde. Nachlesen können sie die Studie auf der Homepage des Österreichischen Instituts für Familienforschung.

 

Die Studienautorinnen Dr. Christine Geserick und Dr. Sabine Buchebner-Ferstl fassen in ihrem Artikel "Bindung beginnt noch vor der Geburt" die Ergebnisse ihre wissenschaftlichen Dokumenation zusammen. Sie können diesen Artikel in "beziehungsweise", dem Informationsdienst des ÖIF nachlesen. Einen Link dazu finden Sie hier.

 

Rückfragen:

 

Mag. Martina Kronthaler

Generalsekretärin

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