Pressemeldungen 2015

20.11. - Tag der Kinderrechte auch für ungeborene Kinder

aktion leben erinnert am heutigen „Tag der Kinderrechte" an die Rechte der Kleinsten, der ungeborenen Kinder. Die UN-Kinderrechtskonvention wurde 1992 in Österreich ratifiziert. Sie geht davon aus, dass pränatale Vorsorge Bestandteil des Kinderrechts auf Gesundheit ist. Und sie betont explizit die Notwendigkeit eines angemessenen rechtlichen Schutzes von Kindern vor der Geburt.

 

Ausdrücklich besagt die Präambel der Kinderrechtskonvention, dass „das Kind wegen seiner mangelnden körperlichen und geistigen Reife besonderen Schutzes und besondere Fürsorge, insbesondere eines angemessenen rechtlichen Schutzes vor und nach der Geburt bedarf“.

 

Respekt vor der Würde des ungeborenen Kindes

Der Respekt vor der Würde auch der ungeborenen Kinder schließt es aus, sie zu
marginalisieren oder schlicht zu vergessen. aktion leben verweist an dieser Stelle an die
immer wiederkehrende Diskussion, den Schwangerschaftsabbruch aus dem Strafgesetz zu streichen.

aktion leben-Generalsekretärin Martina Kronthaler: „Das ist für Länder wie Österreich, die der UN-Kinderrechtskonvention verpflichtet sind, gar nicht möglich, denn diese verlangt, dass die Interessen auch des ungeborenen Kindes berücksichtigt werden. Das bedeutet nicht, dass der Schwangerschaftsabbruch bestraft werden müsste. Sie verbietet allerdings, dass beim Thema Abtreibung das Kind vergessen wird.“

In Österreich werde dies durch das grundsätzliche Verbot des Schwangerschaftsabbruchs ausgedrückt, wobei die Fristenregelung eine weitreichende Straflosigkeit vorsieht. Damit ist eine Güterabwägung ausgedrückt, wie sie die UN-Kinderrechtskonvention gestattet. Das Kind ist bereits vor der Geburt ein zu achtendes Subjekt.

 

Menschenrechte gelten für alle - das ist ihre besondere Stärke

„Es ist die besondere Stärke von Menschenrechten, dass sie für alle Menschen gelten", betont Kronthaler. Besonders die Schwachen, Minderheiten und alle, die ihre Interessen nicht selbst vertreten können, profitieren davon. Es stünde dem Gedanken der Menschenrechte diametral entgegen, eine Gruppe von Menschen auszuschließen. Die Kinderrechtskonvention gestaltet den vorgeburtlichen Gesundheitsschutz als Recht des Kindes aus, deshalb gilt: Selbstverständlich sind auch die ungeborenen Menschen durch die Menschenrechte geschützt, wie das auch explizit in der Präambel der UN-Kinderrechtskonvention erwähnt ist.

 

Basis für Gesundheit vor der Geburt gelegt

Babys und ungeborene Kinder sind völlig abhängig von Erwachsenen, in jeder Hinsicht. Sie können niemals für ihre eigenen Interessen einstehen. Dass die Basis für die Gesundheit jedes Menschen bereits vor der Geburt gelegt wird und Kinder ein Recht darauf haben, dass dies berücksichtigt wird, war den Verfassern der Kinderrechtskonvention bewusst. Pränatale Gesundheitsvorsorge ist ein Bestandteil des Kinderrechts auf Gesundheit. Dies wird in Artikel 24 der Kinderrechtskonvention ausgedrückt, wo die Gesundheitsvorsorge der Mütter vor und nach der Geburt angesprochen wird.

 

 

Zum Weiterlesen eine Rede des Anwalts für Menschenrechte Bruce Abramson über die Rechte von Kindern vor der Geburt in der Kinderrechtskonvention. Der Text wurde von GreenBirth veröffentlicht.

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