Pressemeldungen 2015

aktion leben: Leihmutterschaft ist ein übles Geschäft

Anlässlich eines Berichts im Magazin „News“ warnt aktion leben dringend davor, die Leihmutterschaft als eine harmlose Methode der Fortpflanzungsmedizin zu betrachten. Der unabhängige Verein fordert ein weltweites Verbot der Leihmutterschaft.

 

„Glückliche Babys, strahlende Eltern sind jener Teil der Leihmutterschaft, mit dem Bedenken über diese Methode ausgeräumt werden sollen“, beobachtet Mag. Martina Kronthaler, Generalsekretärin der aktion leben österreich. Jenseits davon bedeute Leihmutterschaft aber fast immer Ausbeutung von Frauen und Betrug an den Kindern um die vorgeburtliche Bindung. „Ein weltweites Verbot aus Solidarität mit Frauen und Kindern ist daher dringend notwendig“, erklärt die aktion leben-Generalsekretärin.

 

Leihmütter und Bedürfnisse der Kinder sehen

„So nachvollziehbar der Wunsch nach einem Kind ist, muss endlich auch nach den Gefühlen und der Gesundheit jener Frauen gefragt werden, die sich aus den unterschiedlichen Gründen für Leihmutterschaft zur Verfügung stellen“, sagt Kronthaler. Es sind die Rechte der Kinder zu achten, die auf diese Weise gezeugt werden sollen. „Kinder haben ein Recht auf eine kontinuierliche Bindung, die nicht absichtlich vorgeburtlich unterdrückt werden darf.“

 

Blick in die Hinterhöfe des Reproduktionstourismus

In der neuen Ausgabe des „info-dienstes bio-ethik“ informiert die aktion leben über das Geschäft und die Ausbeutung hinter der Leihmutterschaft. So zeigt eine aktuelle dänische Studie „einen Blick auf die schäbigen Hinterhöfe des Reproduktionstourismus“: Frauen werden in Armutsenklaven von den Agenturen „rekrutiert“, in Frauenfarmen untergebracht und als Brutkästen benutzt.

 

Vieles wird verschwiegen

Wie viele Embryonen ihnen eingepflanzt werden, was es bedeutet, wenn sogenannte überzählige Föten in ihrem Bauch getötet werden, erfahren diese Leihmütter nicht. Ebenso wenig werden sie darüber informiert, dass viele Leihmutterschaften mit einem Abort enden, wenn auch noch fremde Eizellen für das Wunschkind gekauft wurden. Der Markt für Leihmutterschaft in Indien beträgt Schätzungen zufolge 2,3 Milliarden Dollar.

 

Schnupperpakete und Flatrate

In den USA verdienen Leihmütter in der Regel zwar wesentlich mehr Geld, aber menschenverachtende Praktiken sind ebenfalls an der Tagesordnung: Wenn sich die AuftraggeberInnen einer Leihmutter „Sorgen um die Lebensqualität des ungeborenen Kindes machen“, entscheiden sie allein über den Abbruch der Schwangerschaft.

Auch werden „Schnupperpakete“ mit einer Leihmutter der Wahl und drei Zyklen künstlicher Befruchtung um 15.000 Dollar angeboten oder eine „Flatrate“ für unlimitierte Leihmutterschaften, bis es mit einer Geburt klappt.

 

Neuer Werbetrick: Mutterleib ohne Frau

„Reproduktion ist weltweit mittlerweile ein großer Industriezweig geworden“, stellt Kronthaler klar. Die Arbeiterinnen – denn es sind die Frauen, denen körperlich und psychisch dabei sehr viel abverlangt wird – stehen nur selten im Fokus der Debatte. Bezeichnend für die daraus resultierende Haltung gegen Leihmüttern ist eine Werbebotschaft auf der Homepage der Bridge Clinic in Nigeria: Kinderlosen Paaren wird ein „Ersatz-Mutterleib“ angeboten, so als gebe es den Mutterleib auch ohne Frau zu mieten. Kooperationspartner der Bridge Clinic ist übrigens der österreichische Reproduktionsmediziner Herbert Zech.

Der „info-dienst bio-ethik“ der aktion leben erscheint vierteljährlich und ist im Abonnement erhältlich. Jahrespreis in Österreich: 27,50 Euro. Infos und Bestellung: www.aktionleben.at.

 

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aktion leben österreich ist ein überkonfessioneller, überparteilicher karitativer Verein, der sich vorwiegend aus privaten Spenden finanziert. Neben der Beratung und Unterstützung von schwangeren Frauen engagiert sich aktion leben auch in der Bildungsarbeit für Kinder und Jugendliche sowie in der aktiven Öffentlichkeitsarbeit zu bioethischen Fragen. Darüber hinaus setzt sich aktion leben für eine kinder- und elternfreundliche Gesellschaft ein.

In den Bundesländern gibt es selbstständige aktion leben-Vereine, die mit aktion leben österreich inhaltlich und organisatorisch eng zusammenarbeiten.

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