Pressemeldungen 2013

aktion leben: Beschränkung der IVF auf heterosexuelle Paare ist gerechtfertigt


Der Oberste Gerichtshof versucht ein zweites Mal, das Verbot der künstlichen Befruchtung für lesbische Paare aufzuheben. aktion leben österreich fordert, das Wohl des Kindes und seine Rechte in den Mittelpunkt zu stellen.

 

„In der Fortpflanzungsmedizin darf es nicht in erster Linie um die Befriedigung der Wünsche Erwachsener gehen. An oberster Stelle muss das Wohl der Kinder stehen“, betont aktion leben-Präsidentin Dr. Gertraude Steindl. Das Freiheitsrecht, sich fortzupflanzen, beinhalte nicht, dass der Staat ein Recht auf Fortpflanzung um jeden Preis garantieren könne. „Grenzen machen Sinn“, so Steindl.
 

Recht auf Mutter und Vater

aktion leben erinnert daran, dass Kinder ein Recht auf Vater und Mutter haben. Artikel 2 des Österreichischen Bundesverfassungsgesetzes über die Rechte der Kinder formuliert: Jedes Kind hat Anspruch auf regelmäßige persönliche Beziehungen und direkte Kontakte zu beiden Elternteilen, es sei denn, dies steht seinem Wohl entgegen. „Bei einer gleichgeschlechtlichen Beziehung wird dem Kind der Vater bewusst vorenthalten“, sagt die aktion leben-Präsidentin.
 

Verbot der Leihmutterschaft gefährdet

Im Antrag des Obersten Gerichtshofes sei zwar die Forderung einer medizinisch unterstützten Fortpflanzung für homosexuelle Männer nicht enthalten. Allerdings sei der Einwand in der abweichenden Position der Stellungnahme der Bioethikkommission sehr ernst zu nehmen, dass sich das Problem der Leihmutterschaft nicht ausklammern lässt. Wie sonst, wenn nicht durch Leihmutterschaft, soll ein homosexuelles männliches Paar zu einem genetisch verwandten Kind kommen?

„Wenn der Zugang zu IVF für gleichgeschlechtliche Paare geöffnet werden soll, weil ein Verbot als diskriminierend betrachtet wird, dann ist die logische Folge die Aufhebung des Verbots der Leihmutterschaft.“ Andernfalls mache ja eine Erlaubnis der IVF für diese Paare keinen Sinn, zeigt Dr. Gertraude Steindl die Folgen einer Änderung des Zugangs zu IVF auf.
 

Schutz anderer Menschen ist wichtiger

Bei der Forderung nach Öffnung der Fortpflanzungsmedizin für alle werden individuelle Wünsche über die Kinderrechte gestellt. aktion leben österreich betrachtet daher die Beschränkung der IVF auf heterosexuelle Paare für gerechtfertigt. „Die Beschränkung ist notwendig, um grundlegende Rechte anderer Menschen zu schützen“, erklärt Steindl.

 

****
aktion leben österreich ist ein überkonfessioneller, überparteilicher karitativer Verein, der sich vorwiegend aus privaten Spenden finanziert. Neben der Beratung und Unterstützung von schwangeren Frauen engagiert sich aktion leben auch in der Bildungsarbeit für Kinder und Jugendliche sowie in der aktiven Öffentlichkeitsarbeit zu bioethischen Fragen. Darüber hinaus setzt sich aktion leben für eine kinder- und elternfreundliche Gesellschaft ein.
In den Bundesländern gibt es selbstständige aktion leben-Vereine, die mit aktion leben österreich inhaltlich und organisatorisch eng zusammenarbeiten.
Spendenkonto: IBAN: AT91 3479 5000 0453 6777, BIC: RZOOAT2L795

 

DANKE

 
 

IMMER INFORMIERT

Jetzt gratis die aktion leben-Zeitung abonnieren!

Unser Informationsblatt:

Jetzt gratis abonnieren!

aktion leben österreich
A-1150 Wien, Diefenbachgasse 5/5
T: +43.1.512 52 21 | F: +43.1.512 52 21-25 | E: info@aktionleben.at
Newsletter abonnieren
Darstellung: