Pressemeldungen 2013

aktion leben fordert mehr staatlich geförderte Schwangerenberatung


Frauen wünschen sich mehr psychosoziale Begleitung rund um Schwangerschaft und Geburt! Dieses Fazit zieht aktion leben österreich zum Internationalen Frauentag am 8. März. Wie bereits im Vorjahr steigt die Nachfrage in der Schwangerenberatungsstelle weiter an. Generalsekretärin Martina Kronthaler spricht von einem „deutlichen Trend“. Nicht nur der persönliche Kontakt, sondern auch intensive Telefonberatung würde vermehrt in Anspruch genommen.

 

Im Vergleich der Beratungsstatistiken der Jahre 2010, 2011 und 2012 zeichnet sich eine eindeutige Entwicklung ab: Immer mehr schwangere Frauen fragen bei dem gemeinnützigen Verein an. So stiegen etwa die Telefonberatungen von gut 2700 im Vorjahr um circa ein Viertel auf 3418 im Jahr 2012 an. Dabei hatte sich schon im Vergleich von 2010 zu 2011 die Nachfrage von schwangeren Frauen mehr als verdoppelt. Auch die persönlichen Gespräche sind weiter gestiegen von 1648 auf 1746.

Mehr Beratungsgespräche brauchen mehr Spenden
„Wir freuen uns, dass immer mehr Frauen, die Unterstützung suchen, den Weg zu uns finden“, sagt Kronthaler. Stärkste Multiplikatoren seien dabei die Mund-zu-Mund-Propaganda und die Werbung. Kronthaler weiter: „Andererseits benötigen wir dringend mehr Spenden durch den immensen Mehraufwand. Nur so können wir dem gestiegenen Bedarf gerecht werden.“

Zuwendungen aus privaten Händen sichern Beratung
So ist die Schwangerenberatungsstelle zwar vom Familienministerium gefördert. Dennoch bestreitet aktion leben die Hälfte der Beratungsleistungen sowie alle konkreten finanziellen Hilfen und Sachzuwendungen aus privaten Spenden. Kronthaler wünscht sich daher den Staat viel stärker beteiligt, um schwangere Frauen beraten und unterstützen zu können. Schon jetzt gebe es Wartezeiten auf einen Termin für allgemeine Informationen, weil Kapazitäten fehlen. Frauen, die vor der Frage stehen, ob sie ihr Kind bekommen können oder nicht, erhalten sofort einen Termin.

Werbung, um Frauen im Konflikt zu erreichen
Besonders häufig verlangen die Klientinnen der aktion leben sozialrechtliche Informationen rund um Schwangerschaft und Geburt. Konstant häufig zum Vorjahr bleiben Anfragen von Frauen, die sich im Schwangerschaftskonflikt befinden und begleiten lassen wollen. „Leider wissen immer noch zu wenig Frauen in dieser Konfliktsituation, wohin sie sich wenden können“, beobachtet Kronthaler. Ständige Werbung für Schwangerenberatung sei daher dringend notwendig.

Mehr Existenznöte bei schwangeren Frauen
Die Inhalte der Beratung und die oft daraus folgende Betreuung seien generell komplexer und intensiver geworden, so die Generalsekretärin. Häufig gehe es darum, wie sich das Leben mit Kind gestalten lässt angesichts gestiegener Lebensmittelpreise, verteuerter Miet-, Heiz- und Stromkosten, des Einkommensabfalls durch Schwangerschaft und Karenz sowie schwieriger Wiedereinstiegschancen in den Beruf.
„Wir müssen viel Zeit aufwenden, um die Existenzsicherung der Frauen zu klären. Unsere Beraterinnen informieren nicht nur über Familienleistungen wie Kinderbetreuungsgeld, sondern intervenieren auch bei Ämtern, Behörden oder Dienstleistern“, so Kronthaler. Und weiter: „Immer öfter müssen wir auch finanziell aushelfen, damit junge Mütter überhaupt eine Wohnung anmieten oder kochen und heizen können.“ Das seien auch die Gründe, warum aktion leben 2012 viel höhere Ausgaben habe als im Vorjahr. Diese sind um fast 35 Prozent gestiegen.

"Run" auf neue Angebote
Erfreulich, so Kronthaler, sei, dass das Angebot der vorgeburtlichen Beziehungsförderung gerne und dankbar angenommen werde. „Die Form der Begleitung schwangerer Frauen ab der 16. Schwangerschaftswoche bringt eine neue Qualität in die Beratung.“ Viele Ängste und Sorgen bezüglich Elternschaft könnten dadurch gemildert werden. Konkrete Hilfen für ein entspanntes Leben mit dem Kind leistet die aktion leben durch die Baby Care-Beratung.

aktion leben österreich bittet um Unterstützung
„Es ist immens wichtig, einer Schwangeren oder Mutter in Not existenzielle Ängste zu nehmen und sie abzusichern. Aus der Stressforschung wissen wir seit Langem, dass sich Stresshormone der Mutter auch direkt auf das ungeborene Kind auswirken“, sagt Kronthaler. Die Folgen sind vielfältig und reichen unter anderem von Nervosität bis zu Wachstumsstörungen.
Daher bittet aktion leben um monetäre Spenden, aber auch mehr. „Wir haben immer zu wenig Gitterbetten und Kinderwägen“, weiß Martina Kronthaler. Eine große Unterstützung seien auch die Windelgutscheine von dm drogeriemarkt oder Patenschaften, die private Spender oder Unternehmen ermöglichten.

Frauen jeden Alters kommen in die Beratungsstelle
Am meisten wenden sich die Altersgruppen zwischen 18 und 25 Jahren sowie zwischen 26 und 30 Jahren an die Beratungsstelle. Die Nachfrage von Teenager-Müttern ist auf einem geringeren Niveau und sogar rückläufig. Einen deutlichen Zuwachs um 20 Prozent hat hingegen die Altersgruppe der 31- bis 35-jährigen Frauen erfahren. Dies dürfte der allgemeinen gesellschaftlichen Tendenz entsprechen, die Familienplanung in ein höheres Alter zu verlagern.

 

****
aktion leben österreich ist ein überkonfessioneller, überparteilicher karitativer Verein, der sich vorwiegend aus privaten Spenden finanziert. Neben der Beratung und Unterstützung von schwangeren Frauen engagiert sich aktion leben auch in der Bildungsarbeit für Kinder und Jugendliche sowie in der aktiven Öffentlichkeitsarbeit zu bioethischen Fragen. Darüber hinaus setzt sich aktion leben für eine kinder- und elternfreundliche Gesellschaft ein.
In den Bundesländern gibt es selbstständige aktion leben-Vereine, die mit aktion leben österreich inhaltlich und organisatorisch eng zusammenarbeiten.
Spendenkonto: IBAN: AT91 3479 5000 0453 6777, BIC: RZOOAT2L795

 

DANKE

 
 

IMMER INFORMIERT

Jetzt gratis die aktion leben-Zeitung abonnieren!

Unser Informationsblatt:

Jetzt gratis abonnieren!

aktion leben österreich
A-1150 Wien, Diefenbachgasse 5/5
T: +43.1.512 52 21 | F: +43.1.512 52 21-25 | E: info@aktionleben.at
Newsletter abonnieren
Darstellung: