Pressemeldungen 2013

aktion leben: Jugendliche brauchen mehr als Gratis-Kondome an Schulen


Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek will Gratis-Kondome an Schulen etablieren. Jugendliche mit den Themen Fruchtbarkeit und Verhütung vertraut zu machen, ist prinzipiell sehr wichtig, kommentiert aktion leben-Generalsekretärin Mag. Martina Kronthaler den Vorstoß. Jugendliche brauchen aber mehr: In sexualpädagogischen Workshops können sie Fragen stellen und erhalten wertvolle Informationen.

 

Falsch aufbewahrte Kondome sind ein Sicherheitsrisiko

Ohne sexualpädagogische Begleitworkshops ist die richtige Anwendung des Kondoms infrage zu stellen. Jugendliche bewahren Kondome oft falsch auf: in Geldbörsen, Hosentaschen, geknickt und nicht bei der richtigen Temperatur. „Kaputte Kondome sind ein Sicherheitsrisiko! Krankheiten können übertragen werden, obwohl sich die Jugendlichen sicher sind, dass sie davor geschützt sind. Auch ungewollte Schwangerschaften können so nicht vermieden werden“, stellt die aktion leben-Generalsekretärin fest.
 

Häufig: Anwendungsfehler

Die Sicherheit von Kondomen wird von Jugendlichen fast immer überschätzt. Anwendungsfehler kommen häufig vor. „Voraussetzung für einen verantwortungsvollen Umgang ist neben den Kenntnissen der Fruchtbarkeit auch die Bereitschaft, Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen. Auch das wird mit Sexualpädagogik vermittelt“, betont Kronthaler.
Vor allem beim ersten Mal sind Jugendliche oft emotional überfordert. Deshalb sei das Kondom in dieser Situation nicht immer das optimale Verhütungsmittel.
„Die Verteilung von Gratis-Kondomen kann für Mädchen und junge Frauen ein beratendes Gespräch über Empfängnisregelung bei der Frauenärztin oder beim Frauenarzt nicht ersetzen“, räumt Kronthaler ein.
 

Richtiger Zeitpunkt wird vorweggenommen

Das Verteilen von Kondomen kann manchen Jugendlichen außerdem vermitteln, dass der richtige Zeitpunkt für den ersten Geschlechtsverkehr bereits gekommen ist. „Wenn sie sich dafür noch nicht reif fühlen, sie keine Partnerin oder keinen Partner haben, kann das unter Umständen ihr Selbstwertgefühl untergraben“, betont Kronthaler.
 

Sexualpädagogische Workshops stärken

In sexualpädagogischen Workshops der aktion leben erfahren Jugendliche u. a. auch, dass der richtige Zeitpunkt für das erste Mal von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich sein kann. Sie lernen auf ihre Gefühle zu achten, sodass die ersten sexuellen Erfahrungen positiv erlebt werden können.
aktion leben bringt darüber hinaus Sexualität mit Beziehung und Liebe in Verbindung. Kronthaler: „Jugendliche können sich dadurch als ganzheitliche Persönlichkeiten und Sexualität als gestaltbare Lebenskraft erfahren.“
Das Angebot an sexualpädagogischen Workshops finden Sie unter www.aktionleben.at/informierenbilden.

 

 

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