Pressemeldungen 2013

40 Jahre Fristenregelung: „Wir müssen endlich wissen, was in Österreich los ist!“


40 Jahre nach Beschluss der Fristenregelung am 29. November 1973 betont aktion leben-Generalsekretärin Mag. Martina Kronthaler: „Die Aufgabe von Politik und Gesellschaft besteht heute darin, das Leben mit Kindern für Frauen und Familien leichter zu machen.“ Um bedarfsgerechte Angebote zu setzen, brauche es aber endlich eine fundierte Ursachenforschung zu Abbrüchen und gesicherte Zahlen. Ebenso fordert die aktion leben eine verlässliche Familienpolitik, statt der eklatanten Benachteiligung von Menschen, die für Kinder sorgen.

 

„Solange keine Zahlen und Fakten zu Abbrüchen auf dem Tisch liegen, wird die Politik weiterhin die Probleme schwangerer Frauen ignorieren“, stellt Kronthaler klar. Unwissenheit führe auch zu Vereinfachung, Pauschalierung, Ideologisierung und mangelndem Einfühlungsvermögen in der Gesellschaft: „Aus über mehreren tausend Gesprächen im Jahr mit schwangeren Frauen und ihren Partnern wissen wir: Ein Schwangerschaftsabbruch ist häufig eine Maßnahme gegen eine große äußere oder innere Not. Was kann die Gesellschaft, was kann jeder und jede Einzelne tun, um die Not zu lindern? Wie kann die Gesellschaft kinderfreundlicher und sensibler gegenüber schwangeren Frauen werden? Das sind die Fragen, die wir uns dringend stellen müssen“, erklärt Kronthaler.
 

Hohe Abtreibungszahlen: Notsignal an Politik und Gesellschaft

Das Fehlen einer anonymisierten Statistik und Ursachenforschung zu Schwangerschaftsabbrüchen zeige ein fatales Desinteresse der Regierenden auf der einen Seite. Auf der anderen Seite werden immer wieder Schätzungen publiziert, denen zufolge Österreich eine der höchsten Abbruchsraten Europas hätte: „Wenn das stimmt, bedeutet das zumindest zweierlei, nämlich dass unsere Gesellschaft weder besonders frauen- noch besonders kinderfreundlich ist.“ Dieser Befund ließe sich an den laufenden Regierungsverhandlungen deutlich festmachen: „Eltern und Kinder sind wieder die Verlierer, wenn die Familienleistungen entgegen der Wahlversprechen nicht endlich erhöht werden.“
 

Mehr Werbung für Beratung und ein Hilfsfonds!

Damit es zu möglichst wenigen Abbrüchen kommt, sei auch eine professionelle und wertschätzende Begleitung schwangerer Frauen notwendig. Mehr auf Schwangerschaft spezialisierte Beratungsstellen, mehr Werbung für Beratung, mehr öffentliche Unterstützung durch einen Hilfsfonds seien Voraussetzungen dafür, mehr Frauen zu erreichen, die vor der Frage stehen, Kind ja oder nein.
„Wir sind eine der wenigen Einrichtungen in diesem Land, die neben non-direktiver Beratung auch finanzielle Hilfen für das Leben mit Kind anbietet“, erklärt Kronthaler. Diese gesellschaftlich bedeutende Leistung werde allerdings ausschließlich von Spendern erbracht.
 

Arbeit der aktion leben heute

Seit dem Beschluss der Fristenregelung habe die aktion leben auf dem Gebiet der Schwangerenberatung hohe Maßstäbe gesetzt, etwa durch die Einführung der vorgeburtlichen Beziehungsförderung in Österreich, durch die Initiative einer speziellen Ausbildung für Beratung bei pränataler Diagnostik, durch die Kombination von praktischer Hilfe und Beratung, durch professionelle, non-direktive Schwangerenkonfliktberatung und vielem mehr“, betont die Generalsekretärin der aktion leben. Eine Änderung der Fristenregelung sei für die aktion leben längst kein Thema mehr. Stattdessen setze sich der unabhängige überkonfessionelle Verein für die Vermeidung von Abbrüchen durch Sexualpädagogik, Informationen über Empfängnisregelung, bedarfsgerechte Angebote der Unterstützung für das Leben mit Kindern und für eine lebensfreundliche Gesellschaft ein, informiert Kronthaler.

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