Steuerliche Gerechtigkeit für Familien!
aktion leben österreich appelliert an die Regierung, wichtige Errungenschaften für Eltern und Kinder beizubehalten. „Erwerbstätige Eltern investieren doppelt in das Wohlergehen eines Staates“, betont Martina Kronthaler, Generalsekretärin von aktion leben österreich: „Sie zahlen Steuern und erhalten wichtige Systeme mit. Sie ziehen Kinder groß, die als spätere Erwerbstätige ebenfalls wiederum für die Gemeinschaft beitragen.“ Der Familienbonus berücksichtigt daher, dass Kinder von einem Erwerbseinkommen mitversorgt werden müssen. „Er bedeutet, dass zu viel bezahlte Einkommenssteuer rücküberwiesen wird.“
Gerechtigkeit und Planbarkeit
Eltern verpflichten sich zu mindestens zwei Jahrzehnten Fürsorge und Lebensunterhalt für ein Kind. „Sie brauchen daher eine gewisse Planbarkeit in finanzieller Hinsicht“, verdeutlicht Kronthaler. Die Regierung signalisiert ihnen derzeit das Gegenteil: „Wir erleben in unserer Schwangerenberatung, wie verunsichert sich Frauen und Männer fühlen angesichts von Ankündigungen, bei den Familien zu sparen“, berichtet Kronthaler. „Sie brauchen verlässliche Rahmenbedingungen, um sich für Kinder zu entscheiden“, führt Kronthaler weiter aus. „Wenn wir in unserer Gesellschaft wieder mehr Kinder haben wollen, müssen wir junge Familien mehr unterstützen.“ Dass Eltern trotz Erwerbstätigkeit Probleme haben, die Lebenshaltungskosten zu finanzieren, ist ein Armutszeugnis für die gesamte Politik.
Valorisierung der Familienbeihilfe notwendig
„Es wäre ein Fortschritt an Gerechtigkeit, wenn Familienleistungen wie die Familienbeihilfe jährlich valorisiert werden und mit der Inflation nicht an Wert verlieren. Wohnen und Lebensmittel, beides für Familien unabdingbar, werden beständig teurer und bald unleistbar für Familien ohne finanziellen Hintergrund. Durch die fehlende Anpassung an die Inflation verlieren Familienbeihilfe, Kinderabsetzbetrag und Schulstartgeld aktuell an realem Wert“, so Kronthaler. „Wenn junge Menschen sehen, wie sehr Familien finanziell am Limit sind, macht dies Angst. Der Wunsch nach Kindern wird hintangestellt“, erklärt Kronthaler.
Nein zum Sparen auf Kosten der Eltern und Kinder
„Angesichts der laufenden Budgetverhandlungen betonen wir nochmals: Nein zur Konsolidierung des Budgets auf Kosten von Familien und Kindern – der Familienbonus muss bleiben und Familienleistungen müssen wieder entsprechend der Inflation erhöht werden“, betont Generalsekretärin Kronthaler.