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In-vitro-Fertilisation

Künstliche Befruchtung

 

Mehr als 2.500 Kinder werden derzeit pro Jahr in Österreich mit Hilfe der künstlichen Befruchtung geboren. 2.565 ist die Zahl, die der IVF-Register Jahresbericht 2018 meldete, der allerdings nicht alle Fälle erfasst. Schließt man die hier nicht erfassten Fälle (dazu gehören alle nicht geförderten Versuche) mit ein, dürften etwa 4 Prozent der Geburten in Österreich auf eine IVF zurückzuführen sein.

 

Unsere Beratung: Raum für persönliche Überlegungen

 

Gerne können Sich sich an unsere Beratung wenden, wenn Sie überlegen, reproduktionsmedizinische Angebote in Anspruch zu nehmen. Unsere Beratung ist kostenlos, professionell und ergebnisoffen. Eine telefonische Terminvereinbarung ist erforderlich.

 

Was ist In-vitro-Fertilisation?

 

Die In-vitro-Fertilisation (IVF) ist die wichtigste Methode der medizinisch assistierten Reproduktion und eine Möglichkeit unter mehreren, ungewollter Kinderlosigkeit zu begegnen. Dabei findet die Befruchtung nicht im Körper der Frau statt, sondern außerhalb (in vitro).  Zunächst ist fast immer eine Hormonbehandlung der Frau notwendig. Anschließend entnimmt die Ärztin oder der Arzt Eizellen aus dem Eierstock und führt sie im Labor mit Samenzellen zusammen. Gelingt die Eizellentnahme sowie die Befruchtung und entwickeln sich die befruchteten Eizellen weiter, werden ein bis zwei, selten mehr Embryonen in die Gebärmutter übertragen. Einige Daten zu den geförderten Versuchen liefert der Jahresbericht des IVF-Fonds.

 

Erfolgsrate bei IVF


Die Erfolgswahrscheinlichkeit vom Beginn der Behandlung bis zur Geburt des Kindes liegt pro Versuch bei etwa 15 Prozent.

 

Gesundheitliche Risken für die Frau

 

IVF-Behandlungen sind nicht ohne Risiko, weil bei jedem der notwendigen Schritten etwas passieren kann: Schon die Hormonbehandlung kann zu so starken Nebenwirkungen führen, dass die Behandlung abgebrochen werden muss. Verletzungen bei der Eizellentnahme sind möglich, Komplikationen bei der Narkose kommen vor. Vermehrt kommen Eileiterschwangerschaften vor. Tritt eine Schwangerschaft ein, wird sie besonders eng überwacht. Vor allem die häufigen Mehrlingsschwangerschaften sind als Risikofaktor zu nennen.

 

Viele Frauen sind belastet durch die Ungewissheit des Ausgangs, die Unfruchtbarkeit an sich, die Art der Erzeugung, die oft ein Familiengeheimnis bleibt und – im Fall von Samen- oder Eizellspende – die Trennung von sozialer und biologischer Elternschaft.

 

Gesundheitliche Risken für das Kind

 

Das Risiko von Fehlbildungen bei den Kindern nach einer künstlichen Befruchtung ist im Vergleich zur natürlichen Zeugung deutlich erhöht. Betroffen sind Fehlbildungen des Herz-Kreislaufsystems, des Gastrointestinaltraktes, von Nieren und Harnwegen sowie neurologische Störungen. Hinweise gibt es auf Entwicklungsrückstände sowie ein erhöhtes Leukämierisiko. Hier können Sie mehr dazu lesen.

 

Ethische Bedenken gegen IVF

 

Die künstliche Befruchtung  fördert die Vorstellung, Kinder wären machbar. Die Möglichkeiten der Fortpflanzungsmedizin werden überschätzt, die Risiken häufig ausgeblendet. Das Bewusstsein, dass Kinder Geschenke sind, geht zunehmend verloren.

 

Die IVF ist Voraussetzung für eine Reihe weiterer problematischer Techniken wie die embryonale Stammzellforschung oder Tests am Embryo in vitro, da erstmals in der Geschichte embryonale Menschen außerhalb des Mutterleibes beforscht und verändert werden können. Der Verbrauch von Embryonen wird in Kauf genommen.

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