Was bedeuten die Fachbegriffe? (© fotolia.com)
Bioethik

Glossar

 

 

Abort(us): Fehlgeburt. Die meisten Fehlgeburten finden im ersten Schwangerschaftsdrittel statt.

Abtreibung: medizinisch eingeleitete Beendigung der Schwangerschaft, wobei der Embryo/Fötus stirbt. Wird auch Schwangerschaftsabbruch genannt.

Adulte Stammzellen: Adulte Stammzellen sind jene Stammzellen, die sich nach der Geburt im menschlichen Organismus befinden. Diese Stammzellen können sich lebenslang in bestimmte, spezialisierte Gewebetypen entwickeln. Quellen für adulte Stammzellen im menschlichen Körper sind vor allem das Blut und das Knochenmark. (siehe auch „Embryonale Stammzellen")

Ammniozentese: Methode der Pränataldiagnostik, bei der Fruchtwasser (Amnion) entnommen und die darin befindlichen kindlichen Zellen untersucht werden. Die Fruchtwasseruntersuchung zählt zu den invasiven Methoden der Pränataldiagnostik. Es besteht das Risiko, dass durch den Eingriff eine Fehlgeburt ausgelöst wird.

Aneuploidie: Abweichung der normalen Anzahl an Chromosomen im Zellkern.
Beispiel: Beim Down-Syndrom liegt das Chromosom 21 in drei- statt in zweifacher Ausführung vor.

Aneuploidiescreening: systematisches Verfahren zur Erkennung von Aneuploidien.

ART, assistierte Reproduktionstechniken: Oberbegriff für verschiedene Verfahren der Reproduktionsmedizin zur medizinischen Kinderwunschbehandlung.

assisted hatching: Ausdünnen oder Einritzen der Eihaut einer bereits befruchteten Eizelle mit Laser, Messer oder Säure. Der Eingriff soll das Schlüpfen und die Einnistung des Embryos in die Gebärmutterschleimhaut erleichtern.

Befruchtung: Verschmelzung von Ei- und Samenzelle mit deren Erbgut zu einer einzigen Zelle, der sogenannten Zygote.

Bioethikkommission beim Bundeskanzleramt: 2001 wurde im Bundeskanzleramt eine Bioethikkommission eingesetzt. Sie berät den Bundeskanzler in gesellschaftlichen, naturwissenschaftlichen und rechtlichen Fragen, die sich auf dem Gebiet der Humanmedizin und Humanbiologie aus ethischer Sicht ergeben. Stellungnahmen der Bioethikkommission finden Sie hier.

Blastomeren: erste Embryonalzellen, die durch die Furchung der befruchteten Eizelle (Zygote) entstehen. Diese Zellen sind totipotent.

Blastozyste: Stadium eines Embryos während des cirka vierten bis sechsten Tages seiner Entwicklung. Die Blastozyste besteht aus ca. 100 Zellen und wird auch Keimblase genannt. Ihr Inneres ist mit einer Flüssigkeit gefüllt. Aus den innen gelegenen Zellen (Embryoblast) entwickelt sich der eigentliche Embryo, aus den äußeren Zellen (Throphoblast) entwickeln sich der kindliche Anteil der Plazenta und die Embryonalhüllen. Die Zellen der Blastozyste sind pluripotent.

BTHR: Baby-take-home-Rate: Gibt die Wahrscheinlichkeit einer Lebendgeburt je IVF-Zyklus an.

Chimären: Chimäre nennt man in Medizin und Biologie einen Organismus, der aus genetisch unterschiedlichen Zellen bzw. Geweben aufgebaut ist und dennoch ein einheitliches Individuum darstellt. Zum Beispiel ein Mensch, dem Herzklappen eines Schweines eingepflanzt werden.

Chromosomen: sind die Träger der Erbinformation im Zellkern. Chromosomen sind lange, fadenförmige Gebilde im Zellkern, die aus DNA, also dem Erbmaterial, sowie aus Proteinen bestehen. Ein menschlicher Zellkern enthält normalerweise 46 Chromosomen, dabei stammen 23 vom Vater und 23 von der Mutter.

Chromosomenaberration: Veränderung im Aufbau oder in der Zahl der Chromosomen (strukturelle bzw. numerische Aberration). Besonders bekannt ist die Trisomie 21, bei der eine Aufstockung des Chromosomen-21-Paares auf drei Chromosomen stattgefunden hat.

Chromosomendiagnostik: Anzahl und Struktur der Chromosomen werden untersucht

Cytoplasma: Zellplasma. Cytoplasma besteht aus einem flüssigen Medium und aus zahlreichen Zellorganellen wie zum Beispiel Mitochondrien sowie faden- und röhrenförmigen Strukturen und ist für essentielle Zellfunktionen zuständig.

DET: Double-Embryo-Transfer, Übertragung von zwei Embryonen.

Deutscher Ethikrat: Nachfolger des Nationalen Ethikrates. Pendant der österreichischen Bioethikkommission. Stellungnahmen des deutschen Ethikrates finden Sie hier.

DI: donogene Insemination, Einbringen von Spendersamen in die Gebärmutter.

Differenzierte Zelle: Spezialisierung einer Zelle für eine bestimmte Funktion durch Aktivierung oder Deaktivierung von Genen. Dabei hat zwar – von Ausnahmen abgesehen – weiterhin jede Zelle die gesamte genetische Information, sie kann aber nur einen Teil dieser Information "abrufen". Eine ausdifferenzierte Zelle steht am Ende einer Reihe von Differenzierungsschritten.

DNA: Bezeichnung für den chemischen Aufbau der Erbinformation.
Die Bausteine der DNA (engl.: Desoxyribonucleic acid) sind die so genannten Nukleotide, die sich aus jeweils einem Zucker (Desoxyribose), einem Phosphat und einer Base zusammensetzen. Diese Bausteine verbinden sich zu einem Riesenmolekül aus zwei Nukleotidsträngen, welches die Form der berühmten Doppelhelix hat. Die DNA liegt in der Zelle immer in Verbindung mit bestimmten Proteinmolekülen (Histonen) vor bzw. ist auf diese „aufgewickelt".

Down-Syndrom: Trisomie 21, eine Form von Aneuploidie. Das Chromosom 21 liegt in drei- statt in zweifacher Ausführung vor. Auf der Seite von Down Syndrom Österreich finden Sie viele weitere Informationen dazu.

Einnistung (Nidation): Anheften und Einwachsen des Embryos in die Gebärmutterschleimhaut

Eizellspende: Für die Spenderin bedeutet das: Hormonsitmulation wie bei einer In vitro Fertilisation, dann Punktion, bei der die Eizellen entnommen werden.

Embryo (menschlich): ein sich entwickelnder Mensch in der Embryonalperiode. Danach spricht man vom Fötus.

Embryoblast: Innere Zellmasse der Blastocyste, aus der sich das Kind entwickelt. Die Zellen dieser inneren Zellmasse sind pluripotent.

Embryonalperiode: Zeit von der Befruchtung bis etwa zum Ende der achten Woche (56. Tag). Am Ende dieser Zeit sind alle wichtigen Organe im kindlichen Körper angelegt. 

Embryonenadoption: Übertragung eines Embryos auf eine Frau, die die Absicht hat, das Kind aufzuziehen, bei der es sich aber nicht um die genetische Mutter handelt. Die Embryonenadoption ist in Österreich nicht erlaubt.

Embryonenbiopsie: Abtrennung einer Zelle des Embryos für eine genetische Untersuchung. Dieses Verfahren wird bei der Präimplantationsdiagnostik angewendet.

Embryonenspende: Bei der IVF können überzählige Embryonen entstehen. Werden ein oder mehrere Embryonen einer anderen Frau für den Embryonentransfer überlassen, spricht man von Embryonenspende. In Österreich ist die Embryonenspende verboten.

Embryonentransfer: Übertragung eines in-vitro gezeugten Embryos in die Gebärmutter einer Frau.

Embryoscore: standardisierte Beurteilung von Embryonen nach ihrem Aussehen im Rahmen der küstlichen Befruchtung.

embryo-splitting: ein Embryo wird im Frühstadium künstlich geteilt, es entstehen eineiige Zwillinge. (Das ist eine Form des Klonens.)

Endometrium: Gebärmutterschleimhaut.

Enukleierte bzw. entkernte Eizelle: Eizelle nach Entfernung des Zellkerns

Epigenetik: beschäftigt sich mit Mechanismen, die die Genaktivität regulieren.
Obwohl die Zellen eines vielzelligen Organismus genetisch gleich sind, können sie aufgrund unterschiedlicher Genaktivität zu vielen verschiedenen Zell- und Gewebetypen differenzieren, auch der (Nicht-)Ausbruch verschiedener genetisch bedingter Krankheiten ist epigenetisch gesteuert. Die Epigenetik beschäftigt sich mit den Mechanismen, die diese Genaktivität in der Zelle steuern.

Eugenik: Eugenik oder Eugenetik bezeichnet die Anwendung theoretischer Konzepte auf die Bevölkerungs- und Gesundheitspolitik mit dem Ziel, den Anteil positiv bewerteter Erbanlagen zu vergrößern und den negativ bewerteter Erbanlagen zu verringern.

extrakorporal: außerhalb des Körpers verlaufend. Eine extrakorporale Befruchtung findet außerhalb des mütterlichen Körpers statt.

fertil/Fertilität: fruchtbar/Fruchtbarkeit

Fertilisation: Befruchtung

Fetale Reduktion: gezielte Tötung einzelner Feten im Mutterleib bei Mehrlingsschwangerschaften.

Fetozid: Vorgeburtiche Tötung des Fötus mittels Herzstich um zu verhindern, dass er die Abtreibung überlebt. Dies wird getan, wenn der Fötus bereits lebensfähig wäre, also ca. ab der 23. Schwangerschaftswoche.

Fetus, Fötus: ein Kind im Mutterleib nach der Embryonalperiode, die ca. 8 Wochen dauert. Die Organe sind bereits alle angelegt.

Follikelpunktion: Reife Eizellen sind im flüssigkeitsgefüllten Follikel im Eierstock eingebettet. Bei einer künstlichen Eizellentnahme werden die Eizellen mit der umgebenden Flüssigkeit aus dem gereiften Follikel abgesaugt.

Furchung: Erste Phase der Embryonalentwicklung, in der sich die befruchtete Eizelle in kleine Zellen (Blastomeren) aufteilt.

Gameten: sind die männlichen und weiblichen Keimzellen.

Gen: Erbanlage. Ein bestimmter Abschnitt auf einem Chromosom, der den Bauplan für ein oder mehrere Proteine enthält. Während man früher davon ausging, dass ein Gen jeweils die „Bauanleitung" für ein bestimmtes Protein liefert (Ein-Gen-ein-Protein-Hypothese), weiß man heute, dass ein bestimmtes Gen mit Hilfe komplexer Regulierungsmechanismen verschiedene Proteine codieren kann. Protein-codierende Gene machen aber nur ein bis zwei Prozent der DNA aus. Das entspricht beim Menschen etwa 30.000 bis 40.000 Genen, die schätzungsweise 300.000 Proteine codieren. Etwa 95 Prozent der DNA sind u. a. regulatorische Einheiten, größtenteils aber Sequenzabschnitte mit bislang unbekannter Funktion.

Genanalyse: Die DNA wird auf das Vorhandensein konkreter Gene und Genkombinationen hin untersucht.

Genmanipulation: künstliche Veränderung der Erbsubstanz.

Genom: Gesamtheit der im Zellkern vorhandenen Erbinformationen eines Individuums. Das menschliche Genom mit 30.000 bis 40.000 Genen ist mittlerweile erforscht.

Genotyp: die Gesamtheit aller Erbanlagen einer Zelle oder eines Organismus.

GIFT: intratubarer Gametentransfer. Künstliche Übertragung der männlichen und/oder weiblichen Gameten in den Eileiter.

Hybride: ein Individuum, das durch Kreuzung zweier genetisch weit entfernter Elternorganismen entstanden ist. Es kann sich bei den Eltern um Individuen verschiedener Arten (z.B. Pferdestute und Eselhengst wird zum Maultier) handeln.

ICSI: die „intracytoplasmatische Spermieninjektion" ist eine Form der assistierten Reproduktion, bei der in vitro mittels Injektion eine Samenzelle in eine Eizelle eingebracht wird.

imprägnierte Eizelle: eine Eizelle, in die bereits eine Samenzelle eingedrungen ist.

in vitro: außerhalb des Körpers (z.B.: in der Petrischale oder im Reagenzglas)

in vivo: innerhalb des Körpers

Infertilität: Unfähigkeit ein Kind zu empfangen oder auszutragen. Ein Paar wird als infertil bezeichnet, wenn nach 24 Monaten ungeschütztem Geschlechtsverkehrs keine Schwangerschaft eintritt.

In-vitro-Fertilisation (IVF): Künstliche Befruchtung von Eizellen mit Spermien außerhalb des weiblichen Körpers. Eine Methode der medizinisch unterstützten Fortpflanzung.

IUI: intrauterine Insemination. Speziell aufbereitete Samenzellen werden beim Eisprung in die Gebärmutter der Frau eingebracht.

IVM: In-vitro-Maturation. Frauen werden vor der Eizellentnahme mit geringen Hormondosen stimuliert, die unreifen Eizellen werden entnommen und im Labor nachgereift.

Keimzellen: Eizellen und Samenzellen. Sie enthalten nur einen einfachen Chromosomensatz (haploider Chromosomensatz).

Klonen, Klonieren: Herstellung mehrerer genetisch identer Lebewesen. Beim reproduktivem Klonen wir der Klon in die Gebärmutter einer Leihmutter eingepflanzt und von ihr ausgetragen, beim Forschungsklonen wird der embryonale Klon nach der Entnahme von Stammzellen nach einigen Tagen zerstört. Das Klonschaf Dolly ist durch reproduktives Klonen entstanden und zur Welt gekommen.

Konzeption: Empfängnis, Beginn einer Schwangerschaft.

Kryokonservierung: technisches Verfahren, bei dem bei -196° C verschiedene Zell- und Gewebearten in flüssigem Stickstoff tiefgefroren werden. Vor allem Eizellen, Spermien, Blastozysten und ovarielles Gewebe werden so aufbewahrt.

Kryotransfer: Embryotransfer von vorher tiefgefrorenen Embryonen.

Lebendgeburt (Österreich): als lebendgeboren gilt unabhängig von der Schwangerschaftsdauer eine Leibesfrucht dann, wenn nach dem vollständigen Austritt aus dem Mutterleib entweder die Atmung eingesetzt hat oder irgendein anderes Lebenszeichen erkennbar ist, wie Herzschlag, Pulsation der Nabelschnur oder deutliche Bewegung willkürlicher Muskeln, gleichgültig, ob die Nabelschnur durchgeschnitten ist oder nicht oder ob die Plazenta ausgestoßen ist oder nicht (in § 8 des Bundesgesetzes über den Hebammenberuf definiert).

Lebendgeburtenrate (IVF): relativer Anteil an lebendgeborenen Kindern, die durch IVF entstanden sind.

Leihmutter: Eine Frau, die altruistisch oder gegen Bezahlung ein Kind austrägt und zur Welt bringt, aber nicht selbst großzieht. Die Leihmutter kann die genetische Mutter des Kindes sein, oder es wurde die Eizelle der Wunschmutter bzw. einer Spenderin verwendet. In Österreich ist die Leihmutterschaft verboten. 

MESA: microsurgical epididymal sperm aspiration – Gewinnung von Samenzellen aus den Nebenhoden für eine künstliche Befruchtung

Mitochondrien: bohnenförmige Zellbestandteile, in denen die vom Organismus benötigte Energie bereitgestellt wird. Sie werden als „Kraftwerke der Zellen" bezeichnet. Mitochondrien besitzen ein eigenes Genom, das nur von der Mutter vererbt wird.

monozygotische Zwillinge: eineiige, genetisch idente Zwillinge.

Morula (Maulbeere): frühes Stadium in der Entwicklung eines Embryos. Eine Morula besteht aus 16 bis 32 Blastomeren, die durch Furchung der Zygote entstanden sind. In dieses Entwicklungsstadium tritt der Embryo drei bis vier Tage nach der Befruchtung.

Nationaler Ethikrat (Deutschland): Vorläufer des Deutschen Ethikrates von Juni 2001 bis Februar 2008.

Nidation: Einnistung. Anheften und Einwachsen des Embryos in die Gebärmutterschleimhaut.

Ovarielles Hyperstimulationssyndrom (OHSS): Das OHSS ist ein Krankheitsbild, das durch eine Hormonbehandlung, meist im Rahmen einer IVF, ausgelöst wird.
Eine Überfunktion der Eierstöcke führt zu einer deutlichen Vergrößerung dieser. Es sammelt sich Wasser im Oberbauch, manchmal auch in der Lunge. Dadurch kann das Blut dicker werden und die Nierenfunktion eingeschränkt sein. Die Eierstöcke können sich um ihre eigene Achse drehen und sich so von der Blutzufuhr abschneiden. Eine ausgeprägte Überstimulation ist nicht nur mit starken Schmerzen verbunden, sie kann sogar lebensbedrohlich sein. Laut Schätzungen der WHO treten in ein bis zwei von 100 Fällen lebensbedrohliche Nebenwirkungen auf, wie Nierenversagen, Schlaganfälle und Lungenembolien.

Oozyte: Eizelle, weibliche Keimzelle.

perinatal: die Zeit kurz vor, während und kurz nach der Geburt.

Phänotyp: Erscheinungsbild eines Organismus, das sich im Laufe der individuellen Entwicklung verändern kann. Der Phänotyp wird durch die genetischen Anlagen und die Umwelteinflüsse geprägt. Nur diejenigen Gene, die in Proteine umgesetzt werden (Expression), sind an der Ausprägung des Phänotyps beteiligt.

Pluripotenz: ist die Fähigkeit von Stammzellen sich in nahezu alle Zelltypen entwickeln zu können. Aus pluripotenten Stammzellen kann sich kein ganzer Organismus entwickeln.

Polymorphismen: Kleine Unterschiede in den Genen, die jeden Menschen von einem anderen unterscheiden und die Veranlagung für bestimmte Krankheiten erkennen lassen.

postnatal: nachgeburtlich

Präimplantationsdiagnostik (PID): In-vitro gezeugte Embryonen werden vor der Einbringung in die Gebärmutter der Frau genetisch untersucht und/oder auf Grund morphologischer Merkmale beurteilt.

pränatal: vorgeburtlich

Pränatale Diagnostik: umfasst alle vorgeburtlichen Untersuchungen, durch die gezielt oder ungezielt Fehlbildungen, erbliche Veranlagungen, Krankheiten, Behinderungen des Kindes vor der Geburt ausgeschlossen oder erkannt werden können.

PraenaTest®: nicht-invasive Methode der Pränataldiagnostik durch Blutuntersuchung der Mutter, um Trisomien 13, 18 und 21 beim Ungeborenen zu erkennen.

Reproduktionsfähigkeit: Fortpflanzungsfähigkeit

Reproduktionsmedizin: Sammelbegriff für alle Methoden der assistierten Reproduktion.

Retortenbaby: umgangssprachliche Bezeichnung für ein Kind, das in vitro erzeugt wurde.

RNA: Abkürzung für Ribonukleinsäure (Ribonucleic acid); wichtige Substanz für die Umsetzung der Erbinformation. Die RNA besteht aus einem Zuckerphosphat-Rückgrat sowie einer Abfolge von Basen. Der wichtigste Unterschied zur DNA besteht aber darin, dass die RNA nicht als Doppelhelix, sondern als einzelner Strang vorkommt. Die Aufgabe der RNA besteht darin, die in der DNA gespeicherte Information zu transportieren und zu übersetzen. Sie beeinflusst aber auch die Genaktivität.

Spermium: Samenzelle, männliche Keimzelle

Stammzelle: Der menschliche Körper besteht aus über 200 verschiedenen Zelltypen. Alle Zelltypen entstehen aus sogenannten Vorläuferzellen, die auch Stammzellen genannt werden. Jede Zelle im Körper, die noch Teilungs- und Weiterentwicklungsfähigkeit besitzt, wird Stammzelle genannt. Auch Neugeborene haben adulte Stammzellen. Je nach Funktion und Reifegrad sind Stammzellen unterschiedlich entwicklungsfähig.

Embryonale Stammzellen (ES oder hES – humane embroynale Stammzellen): Diese Zellen können aus frühen Blastozystenstadien gewonnen werden. Unter geeigneten Bedingungen können sie im Labor nahezu beliebig vermehrt werden. Sie sind pluripotent. Bei der Gewinnung von embryonalen Stammzellen wird der Embryo zerstört, weshalb die Forschung mit embryonalen Stammzellen ethisch umstritten ist.

ipS: induzierte pluripotente Stammzellen. Das sind adulte Körperzellen, die in den Zustand embryonaler Stammzellen zurückgeführt werden. Dazu müssen Steuerungsgene in die Zellen eingeschleust werden.

PipS: Protein-induzierte pluripotente Stammzellen: Im Gegensatz zu ipS (siehe dort) müssen keine Gene in Zellen eingebracht werden, um sie zu pluripotenten Stammzellen zu reprogrammieren. Sie gelten daher als sicherer.

Stammzell-Therapien: sind medizinische Therapieverfahren, bei der Stammzellen der zentrale Bestandteil der Behandlung sind. Die bekannteste und am länsten praktizierte Stammzelltherapie ist die Behandlung der Leukämie.

Totipotenz bezeichnet die Fähigkeit zur Bildung eines Ganzen.
Eine totipotente Zelle hat das Potenzial, sich zu einem vollständigen Individuum, zu einem Menschen, zu entwickeln; außerdem zu allen Zelltypen eines betreffenden Organismus. Totipotent sind die Zellen eines Embryos nur bis zum Achtzell-Stadium.

Vorkernstadium (Pronukleusstadium): Stadium der Befruchtung; die Eizelle ist bereits imprägniert, keine weitere Samenzelle kann eindringen, die Kerne von Samen- und Eizelle sind noch nicht verschmolzen. In diesem Stadium spricht man noch nicht von Embryo.

Xenotransplantation: Übertragung von Zellen, Geweben und Organen zwischen nicht verwandten Arten. Aus Mangel an Spenderorganen werden tierische Gewebe oder Organe immer öfter auf den Menschen übertragen.

Zellkern: Teil einer Zelle, der die Chromosomen und damit nahezu die gesamte Erbinformation eines Menschen enthält.

Zellkerntransfer: Eine Technik, bei der der Zellkern einer Körper- oder Keimzelle in eine entkernte Eizelle übertragen wird. Diese Eizelle wird zur Teilung angeregt. Der so entstandene Embryo ist weitgehend ident mit der eingebrachten Körperzelle. Diese Technik macht das Klonen von erwachsenen Lebewesen möglich. Es braucht allerdings sehr viele Versuche, um einen Embryo herzustellen.  

Zygote: entsteht, wenn sich eine Ei- und eine Samenzelle zu einer einzigen Zelle verbinden und das mütterliche und väterliche Erbgut verschmelzen. 

 

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