Schwangere Frauen sind bei allen Fragen bei den Beraterinnen von aktion leben gut aufgehoben
Schwangeren-Beratung

Corona: Fragen und Antworten für Schwangere

 

Wir haben die wichtigsten Fragen und Antworten rund um Schwangerschaft und Corona zusammengefasst:

 

Ist die Beratungsstelle der aktion leben weiterhin erreichbar?

Selbstverständlich sind unsere Beraterinnen weiterhin für schwangere Frauen und ihre Partner da.

 

Sie erreichen uns telefonisch unter 01.512 52 21 an folgenden Tagen:

Montag: 9 bis 16 Uhr

Dienstag: 9 bis 16 Uhr

Donnerstag: 9 bis 16 Uhr

Freitag: 9 bis 16 Uhr

 

Zu diesen Zeiten sind persönliche Beratungsgespräche möglich. Bitte vereinbaren Sie dafür unbedingt einen Termin. Die notwendigen Schutzmaßnahmen sind hierbei selbstverständlich einzuhalten.

Zähle ich als Schwangere zur Risikogruppe?

Laut Auskunft der AGES (Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit) vom Dezember 2020 zählen Schwangere nicht zu Risikopersonen. Schwangere Frauen haben kein erhöhtes Infektionsrisiko.


Erkranken schwangere Frauen an COVID-19, weisen 85 Prozent nur leichte oder mittelschwere Symptome auf, ähnlich einer Erkältung beziehungsweise eines grippalen Infekts.


Dennoch gibt es auch schwere Verlaufsformen mit Auftreten von Lungenentzündungen oder anderen Komplikationen, die eine stationäre oder intensivmedizinische Versorgung erfordern. Insgesamt wurden laut internationalen Studien bei 13 Prozent der schwangeren Frauen schwere Verlaufsformen beobachtet. 4 Prozent der Frauen mussten auf die Intensivstation verlegt werden. Obwohl das absolute Risiko für einen schweren Verlauf mit Aufnahme auf die Intensivstation gering ist, ist sie im Vergleich zu Nicht-Schwangeren dennoch um das 2- bis 3-fache erhöht.

 

Nähere Informationen finden Sie hier.

Ist mein Kind gefährdet, wenn ich an COVID-19 erkranke?
Die meisten Kinder kommen auch bei einer COVID-19 Erkrankung der Mutter gesund und zum normalen Zeitpunkt zur Welt.
 
Die gynäkologischen Fachgesellschaften empfehlen im Wesentlichen eine ganz normale Schwangerenbegleitung und Entbindung auch bei Vorliegen einer SARS-CoV-2-Infektion oder COVID-19 Erkrankung, natürlich unter Einhaltung der Hygiene- und Schutzmaßnahmen. Eine vaginale Entbindung wird empfohlen wie auch das Stillen und der Verbleib des Kindes bei der Mutter nach der Geburt. Die Anwesenheit einer gesunden Begleitperson unter der Geburt wird befürwortet.
 
Bitte erkundigen Sie sich in Ihrem Entbindungs-Krankenhaus, welche besonderen Schutzmaßnahmen dieses für die schwangere Frau, das Kind und das Personal vorsieht.
 
Allerdings zeigen sich auch einige negative Effekte der Pandemie. Durch den teilweise kritischen Zustand der schwangeren Frauen im (seltenen) Fall einer schweren Erkrankung, ist die Zahl der Frühgeburten gestiegen und damit ist auch die Wahrscheinlichkeit einer intensivmedizinischen Behandlung des Kindes erhöht. Da eine schwere Erkrankung der Mutter auch ihr Gefäßsystem betreffen kann, wird in diesem Fall eine regelmäßige Wachstums- und Dopplerkontrolle, die den Zustand der Plazenta erlaubt, empfohlen.
 
Es ist deshalb sinnvoll, dass schwangere Frauen besonders vor einer Infektion geschützt werden und auf Hygiene- und Schutzbestimmungen wie Abstandhalten achten und Kontakte reduzieren. Auf Bewegung müssen und sollen sie jedoch nicht verzichten.
 
Säuglinge entwickeln selten Symptome, können sich aber grundsätzlich auch anstecken. Die Übertragung von SARS-CoV-2 von der Mutter aufs Kind während der Schwangerschaft gilt als unwahrscheinlich. Übertragungen unter der Geburt sind selten (unter 3 Prozent). Die meisten Infektionen Neugeborener werden der Übertragung durch Aerosole zugeschrieben. Infizierte Mütter sollten deshalb während des Stillens einen MNS tragen, können das Kind streicheln, sollen es aber nicht küssen.
Wie kann ich mich vor Corona schützen?

Mit einfachen Maßnahmen können auch Sie sich selbst und andere vor der Ansteckung mit dem Corona-Virus schützen:

  • Halten Sie 1 bis 2 m Abstand zu anderen Pesonen.
  • Waschen Sie regelmäßig und gründlich die Hände.
  • Reduzieren Sie soziale Kontakte auf ein Minimum.
  • Berühren Sie Ihr Gesicht nicht mit den Händen.
  • Husten oder niesen Sie in die Armbeuge.
  • Lüften Sie Räume regelmäßig.

Was mache ich, wenn ich mich unwohl fühle?

Wenden Sie sich unverzüglich telefonisch an Ihre Frauenärztin oder Ihren Frauenarzt. Wenn die Aufnahme in ein Krankenhaus empfohlen wird, fahren Sie nach Möglichkeit mit privaten Verkehrsmitteln oder arrangieren Sie einen Krankenhaustransport.

 

Hinweis: Legen Sie die Vorgehensweise im Fall notfallmäßiger bzw. außerhalb der Erreichbarkeit eintretender Probleme mit Ihrer betreuenden Ärztin/Ihrem betreuenden Arzt bereits im Vorhinein fest.

Muss ich derzeit Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen durchführen, um meinen Anspruch auf Kinderbetreuungsgeld nicht zu verlieren?

Ja, Mutter-Kind-Pass-Untersuchungen werden in den Arztpraxen wieder in der vorgesehenen Weise durchgeführt. Vereinbaren sie deshalb telefonisch bei Ihrer Ärztin oder ihrem Arzt einen Termin für die nächste Mutter-Kind-Pass-Untersuchung.

(Stand 7.7.2020)

Kann ich den Antrag auf Kinderbetreuungsgeld per E-Mail stellen?

Nein, nein ab sofort müssen Anträge für das Kinderbetreuungsgeld wieder persönlich, schriftlich oder elektronisch (mit Bürgerkarte bzw. Handysignatur) erfolgen.

Das Antragsformular muss vollständig ausgefüllt und unterschrieben im Original bei der zuständigen Stelle eingereicht bzw. elektronisch signiert und abgesendet werden.

Entstehen durch die Corona-Kurzarbeit Nachteile beim Wochengeld?
Nein, die Kurzarbeit wirkt sich nicht nachteilig auf das Wochengeld aus. Die reduzierte Arbeitszeit wird nicht herangezogen, um das Wochengeld zu berechnen.
Kann ich als Schwangere freigestellt werden?
Werdende Mütter dürfen ab Beginn der 14. Schwangerschaftswoche nicht mehr für Tätigkeiten herangezogen werden, bei denen ein physischer Körperkontakt mit anderen Personen erforderlich ist. Ist es nicht möglich, für sie ein Tätigkeitsfeld zu finden, bei dem sie keinen physischen Körperkontakt haben, sind sie freizustellen. Sie haben Anspruch auf Fortzahlung des Entgeldes, das dem Dienstgeber mit Ausnahme des Bundes durch den Krankenversicherungsträger ersetzt wird. Diese "Sonderfreistellung COVID-19" gilt bis 31.3.2021.
Darf mein Partner bei der Geburt dabei sein?

Ob der Partner bei der Geburt anwesend sein darf, entscheiden die einzelnen Krankenhausträger eigenständig. Dafür bestehen keine einheitlichen Regelungen. Bitte klären Sie vor der Geburt ab, wie dies in Ihrem gewählten Krankenhaus gehandhabt wird.


Die Fachgesellschaften befürworten grundsätzlich die Anwesenheit einer gesunden Begleitperson während der Geburt. In entsprechender Schutzausrüstung und der Einhaltung der entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen gilt dies auch bei vorliegenden Infektion der Mutter. Die Empfehlungen des Gesundheitsministeriums lesen Sie hier.

Kann ich mein Baby stillen?

Stillen wird ausdrücklich befürwortet, auch bei infizierten Frauen, denn es gilt weiterhin als sehr unwahrscheinlich, dass Coronaviren durch die Muttermilch übertragen werden. Jedoch sollten infizierte oder in Verdacht stehende Mütter auch beim Stillen auf die besonderen Hygienemaßnahmen achten:

  • Gründliches Händewaschen vor dem Berühren des Kindes
  • Mundmaske während des Stillens tragen

Möglich ist auch, solange die Mutter erkrankt ist, Muttermilch abzupumpen. Hierbei sollte ebenfalls auf die Hygiene geachtet werden, also Pumpe sowie Fläschchen nach dem Gebrauch zu sterilisieren.

Wie kann ich die häusliche Isolation gut überstehen?

Die häusliche Isolation kann für schwangere Frauen, aber besonders für Familien mit Kindern belastend sein. Der Verband Österrreichischer PsychologInnen hat dazu praktische Tipps zusammengestellt, wie diese Wochen bestmöglich gestaltet werden können.

>> Hier finden Sie die Tipps für sich und Ihre Familie

Erhalte ich Unterstützung aus dem Corona-Familienhärteausgleich?

Seit 15. April können Familien eine Unterstützung aus dem Corona-Familienhärteausgleich beantragen, wenn sie durch die Corona-Krise in Not geraten sind.

 

Voraussetzungen sind:

  • Die Familie hat ihren Hauptwohnsitz in Österreich und mit Stichtag 28. Februar 2020 für mindestens ein im gemeinsansamen Haushalt lebendes Kind Familienbeihilfe bezogen.
  • Für unselbstständig Erwerbstätige: Mindestens ein im gemeinsamen Haushalt lebender Elternteil war zum Stichtag 28. Februar unselbstständig beschäftigt und hat aufgrund der Corona-Krise den Arbeitsplatz verloren oder wurde zur Kurzarbeit gemeldet.
  • Für selbstständig Erwerbstätige: Mindestens ein im gemeinsamen Haushalt lebender Elternteil ist aufgrund der Corona-Krise in eine finanzielle Not geraten und ist berechtigt, Förderungen aus dem Härtefallfonds der Wirtschaftskammer Österreich zu beantragen.
  • Das aktuelle Familieneinkommen darf eine bestimmte Grenze nicht überschreiten.

KEINEN Anspruch haben derzeit:

  • Eltern, die bereits vor dem 28.2.2020 arbeitslos waren.
  • geringfügig Beschäftigte.
  • Alleinerziehende, bei denen der andere Elternteil die Arbeit verloren hat.

Der Katholische Familienverband hilft bei der Klärung von Ansprüchen und unterstützt kostenlos bei der Antragstellung. Bitte wenden Sie sich an: coronafamilienhilfe@familie.at.

 

Alle Infos dazu finden Sie auf der Homepage des Familienministeriums.

 

(Stand 15.12.2020)

 

Downloads (PDF):

COVID-19: Auswirkungen auf Familien (Bundesministerium für Arbeit, Familie und Jugend, Stand: 23.03.2020)

Leitfaden zum Umgang mit COVID-19 während Schwangerschaft und Wochenbett:
Informationen der Österreichischen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (OEGGG) Stand:13.5.2020

Maternale und perinatale Komplikationen bei COVID-19 während der Schwangerschaft – ein Review der Österreichischen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (OEGGG) Stand: 02. November 2020

 

 

Links:

www.hebammen.at

www.familie.at

www.wko.at

www.arbeiterkammer.at

 

 

Kontakt

Angela Schaden

Bitte vereinbaren Sie einen Beratungstermin.

 

Ansprechperson: 

Angela Schaden

Tel. 01.512 52 21

 

 

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T: +43.1.512 52 21 | F: +43.1.512 52 21-25 | E: info@aktionleben.at
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