Pressemeldungen 2022

Sorgearbeit für Kinder fair verteilen! – aktion leben zum Muttertag

„Wir wünschen uns zum Muttertag einen Eltern-Tag. Elternpflichten dürfen nicht mehr selbstverständlich vor allem den Frauen aufgebürdet werden“, betont Mag. Martina Kronthaler, Generalsekretärin von aktion leben österreich.

 

„Die Fürsorge für Kinder ist ein wesentliches Thema für die Gleichstellung von Frauen und Männern. Eltern-Werden bringt nicht nur enorme emotionale Veränderungen mit sich, sondern wesentlich auch für die finanzielle und berufliche Existenz. Die Fürsorge für die Kinder braucht viel Zeit, die nicht in die Erwerbstätigkeit, die Ausbildung oder anderes Engagement gesteckt werden kann“, berichtet Kronthaler von den Erfahrungen in der Schwangeren- und Familienberatung von aktion leben. „Zu oft bleibt diese versorgende Arbeit großteils bei den Frauen allein. Sie tragen auch allein die negativen Folgen wie schlechter bezahlte Jobs, weniger Fortbildungszeiten, weniger Geld bis hin zur Abhängigkeit vom Partner oder dem Sozialsystem und weniger Pension“, verweist Kronthaler.

 

Care Arbeit sehen und aufwerten
Der erste Schritt wäre, die Arbeit, die in den Familien – überwiegend von Frauen – geleistet wird, wahrzunehmen. „Die von Müttern geleistete Fürsorgearbeit und die Nachteile, die sich für sie daraus ergeben, werden oft nicht gesehen, weil es als selbstverständlich betrachtet wird“, erläutert Kronthaler. „Das Wertschätzen und die Absicherung von Frauen, die über viele Jahre die Mehrfachbelastungen tragen, sind Schritte, die umgehend gesetzt werden müssen“, so Kronthaler weiter.

 

Alleinerziehende besonders gefordert
Besonders gefordert sind alleinerziehende Mütter. „Viele alleinstehende Mütter wissen nicht, wie sie Wohnen und Essen bezahlen sollen. Zeitliche Entlastung ist wenig da. Viele Frauen müssen Lebenspläne, die sie hatten, aufgeben oder verschieben. Außergewöhnliche Ereignisse wie eine Krankheit des Kindes bringt das System an die Grenze. Hier gibt es zu wenig Hilfe, zu wenig Verständnis, zu wenig Zusammenhalt“, betont Kronthaler.

 

Für eine faire Verteilung der Kindererziehung
Die Leistungen der Mütter sollen gesehen werden. Besser wäre es aber, es gäbe einen Wandel, der Elternpflichten als gemeinsame Aufgabe beider Elternteile sieht. „Geld verdienen und sich um die Kinder kümmern, Verantwortung und Freiheiten müssen fair verteilt werden, das ist das beste Mittel, damit Muttersein mit Freude und frei von beständiger Überforderung lebbar ist“, schließt Kronthaler.

 

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