Pressemeldungen 2021

aktion leben zum Internationalen Aktionstag für Frauengesundheit: Politik soll Frauen vor Leihmutterschaft schützen!

Zum Internationalen Aktionstag für Frauengesundheit am 29.5. bekräftigt aktion leben-Generalsekretärin Mag. Martina Kronthaler: „Trotz großem Verständnis für jeden Kinderwunsch sprechen wir uns klar gegen Leihmutterschaft aus.“ Eine aktuelle Initiative der EU-Kommission gefährdet die Bemühungen zum Schutz von Frauen vor Leihmutterschaft.

 

Ein aktueller Vorschlag der Europäischen Kommission für eine Verordnung sieht vor: Wird in einem Land der Europäischen Union eine Elternschaft festgestellt, so soll sie in jedem anderen Land der EU anerkannt werden. Dieser mit „Grenzüberschreitende familiäre Situationen – Anerkennung der Elternschaft“ betitelte Vorschlag berührt auch das Thema Leihmutterschaft. „Wir sind sehr besorgt, dass damit noch mehr Frauen und Kinder durch Leihmutterschaften gefährdet und Menschenrechte noch öfter verletzt werden“, wendet sich Kronthaler an die politischen Vertreterinnen und Vertreter Österreichs in der EU.
 
Initiative der EU-Kommission sendet falsche Signale aus
„Mit dem vorliegenden Vorschlag wird das Signal ausgesendet: Leihmutterschaft wird toleriert, ja sie wird akzeptiert. Das läuft den internationalen Anstrengungen entgegen, Frauen vor Leihmutterschaft zu schützen“, betont Kronthaler. „Für aktion leben und auch viele andere Organisationen und ExpertInnen ist Leihmutterschaft ganz klar Kinderhandel!“. aktion leben appelliert dringend an die Politik, Frauen nicht als Leihmütter arbeiten zu lassen. „Leihmutterschaft ist ein weltumspannendes Problem, das eine globale Lösung braucht. Aber auch die EU muss Verantwortung für Frauengesundheit wahrnehmen. Das Ziel muss ein internationales Verbot von Leihmutterschaft sein. Österreich muss hier auch Verantwortung übernehmen.
 
Ausbeutung von Frauen durch Leihmutterschaft
„Wir sind immer wieder betroffen, wie gering die Sensibilität für die Ausbeutung von Frauen durch Leihmutterschaft zum Teil noch immer ist. Leihmutterschaft missachtet nicht nur Kinderrechte. Sie gefährdet auch die Gesundheit von Frauen und verletzt deren Würde." Als Beispiele nennt Kronthaler risikoreiche Schwangerschaften, weil diese mit In-vitro-Fertilisation und mit fremden Eizellen herbeigeführt werden. Dazu kommen ein deutlich erhöhtes Risiko für Fehlgeburten und traumatische Geburtserlebnisse. „Normalerweise versuchen wir alles, damit schwangere Frauen all das nicht erleben müssen. Bei den Leihmüttern ist alles egal?“
 
Mit Frauen werden Geschäfte gemacht
Kronthaler verweist auf Artikel 3 der Charta der Grundrechte der Europäischen Union, auf das Recht auf Unversehrtheit.  „Im Namen des Kinderwunsches anderer und weil die herangezogenen Frauen arm sind, oft schlecht informiert oder einfach keine Wahl haben, wird der Körper von Frauen zur Grundlage von internationalen Geschäften und hohen Profiten. Frauen müssen belastende Hormonstimulationen für Eizellspende und Leihmutterschaft über sich ergehen lassen, leben zu diesem Zweck oft unter sklavenähnlichen Bedingungen und zahlen auch psychisch häufig einen hohen Preis."
 
Unvergleichliche Inbesitznahme von Frauen
„Wir wollen nicht, dass Österreicherinnen und Österreicher Babys von Leihmüttern irgendwo in der EU abholen, weil es einfach geht und niemand genau hinsieht, wie es den Leihmüttern damit geht. Die Besitznahme von Frauen für andere über mehrere Monate hinweg ist unvergleichlich“, so Kronthaler, die auch auf wiederholte Eingaben und Stellungnahmen von Organisationen wie die „Internationale Koalition für die Abschaffung von Leihmutterschaft“ (ICASM) hinweist. „Für Frauenrechtsorganisationen und auch für uns ist Leihmutterschaft ganz klar eine Form der sexuellen Ausbeutung.“
 
aktion leben informiert über Leihmutterschaft

aktion leben  informiert auf der Homepage www.leihmutterschaft.at und ist Herausgeberin der Broschüre „Leihmutterschaft. Frauen und Kinder als Ware“.  Der unabhängige Verein ist Mitglied des Netzwerks gegen Leihmutterschaft und bezieht zu dem Thema regelmäßig Stellung.

 

 

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