Pressemeldungen 2020

aktion leben zum Muttertag: Schwangerenberatung bekannt machen

Viele Frauen wissen nicht, dass es kostenlose professionelle Schwangerenberatung gibt und was diese leistet. aktion leben wünscht sich zum Muttertag, dass über Schwangerenberatung vorurteilsfrei aufgeklärt wird und Frauen darüber informiert werden.

„Auf dem Weg zum Mutterwerden stellen sich schwangere Frauen unzählige Fragen, zudem können sie in Krisen oder Nöte geraten. Viele wissen aber nicht, dass es genau auf diese Lebensphase spezialisierte Beratung gibt“, stellt Mag. Martina Kronthaler, Generalsekretärin von aktion leben österreich, fest.


Informationen fehlen


„Werbung für Beratung, wie sie mit der Fristenregelung versprochen wurde, wurde jahrzehntelang vernachlässigt“, kritisiert Kronthaler. „Das Resultat ist, dass viele Frauen Schwangerenberatung nicht kennen, selbst Frauenärztinnen und Frauenärzte nicht immer, obwohl es wichtig wäre, dass sie im Bedarfsfall darauf hinweisen. Damit werden Frauen mit ihren Sorgen wegen der Schwangerschaft und ihren oft existenziellen persönlichen Fragen allein gelassen. Das besondere Chancenfenster für Mütter, Kinder und die ganze Familie verstreicht ungenützt.“ Anlässlich des Muttertages macht aktion leben daher dieses Problem bewusst und fordert Verbesserungen.


Folgende drei Maßnahmen würden die Informationslage wesentlich verbessern:

 

  • Frauen, die online Hilfe suchen, müssen sie auch finden. Deshalb sollen Hinweise auf Schwangerenberatung auf öffentlichen Websites, wo diese fehlen, nachgeholt werden. „Andere Länder finanzieren großartige Websites für schwangere Frauen, die Hilfe suchen. Bei uns ist dies privaten Anbietern überlassen. Eine übersichtliche, vollständige, gut gewartete öffentliche Seite nur zu dem Thema gibt es nicht“, so Kronthaler.
  • Unverständlich ist, dass selbst im Mutter-Kind-Pass der Hinweis auf Schwangerenberatung fehlt. „Eine Reform des Mutter-Kind-Passes ist in Arbeit. Wir hoffen sehr, dass die Frauen diesmal über das Naheliegendste, nämlich professionelle Schwangerenberatung, informiert werden und Ärztinnen und Ärzte darauf verweisen können.“
  • Drittens müssten die zuletzt um fast die Hälfte gekürzten Mittel für die Bewerbung der Beratung wieder ausgezahlt werden. „Die U-Bahn-Plakate mit Hinweis auf unsere Schwangerenberatung sind sehr bekannt und werden von vielen Frauen und ihren Partnern wahrgenommen. Ohne Förderung wird es für uns nicht möglich sein, die Plakate dauerhaft hängen zu lassen“, erklärt Kronthaler.


Kostenlos, einfühlsam, ergebnisoffen


Die Schwangerenberatung von aktion leben ist mit ihrem multiprofessionellen Team spezialisiert auf die psychosoziale Begleitung schwangerer Frauen und ihrer Partner und bietet diese als geförderte Familienberatungsstelle kostenlos an. Innerhalb kürzester Zeit sind Termine für Beratungen in Krisen wegen einer ungeplanten Schwangerschaft möglich. Einfühlsam, fachkundig und ergebnisoffen informiert sie über vorhandene Hilfsmöglichkeiten, bietet Zeit für Gespräche und umfassende Begleitung. Sie fördert den Aufbau einer Mutter-Kind-Beziehung, die lange über die aktuelle Situation hinaus stabilisierend wirkt. Durch Spendengelder ist auch praktische Hilfe möglich. „Wir begleiten etwa 1.000 Frauen und ihre Familien pro Jahr. Viele finden uns aber nicht. Ich sehe einen großen Handlungsbedarf in der Bewerbung von Schwangerenberatung“, betont formuliert Kronthaler.


Beratung in Zeiten der Corona-Krise


Die Schwangerenberatung der aktion leben war und ist auch jetzt in Zeiten des „Shutdown“ durchgehend erreichbar. Sie wurde und wird stark frequentiert. Öffnungszeiten und detaillierte Informationen über Werthaltungen sowie das Leistungsspektrum der Arbeit von aktion leben gibt es auf www.aktionleben.at.

 

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