Der Vergleich der Jahre 2011 und 2010 zeigt es deutlich: Die Schwangerenberatung der aktion leben österreich wird immer stärker in Anspruch genommen. „Dafür sind unsere Werbeoffensive durch ganzjährige U-Bahn-Plakate und unser Ö3-Radiospot mitverantwortlich“, resümiert Generalsekretärin Mag. Martina Kronthaler. „Seit unserem österreichweit ausgestrahlten Radiobeitrag im Dienste der Öffentlichkeit stieg die Anzahl der Telefonanrufe aus ganz Österreich sprunghaft an.“ 2011 gab es mehr als doppelt so viele Telefonanfragen wie 2010: 2.749 statt 1.296. Positiv bemerkenswert war dabei der relativ hohe Anteil an männlichen Anrufern.
Auch die Anzahl der Gespräche in der Beratungsstelle ist 2011 um fast ein Viertel gestiegen auf insgesamt 1.648.
„Dass immer mehr schwangere Frauen den Weg in die aktion leben österreich finden, freut uns natürlich. Denn die Geschichten und Schicksale dieser Frauen sind oft so erschütternd, dass einem jede Frau leid tut, die in dieser schwierigen Situation keine kompetente Beratung zur Seite hat“, spricht Kronthaler aus Erfahrung.
Die Themen, mit denen sich schwangere Frauen an die aktion leben österreich wenden, sind ziemlich stabil. Finanzielle Not, Schwangerschaftskonflikt und Fragen zur Pränataldiagnostik belasten Frauen, die in die Schwangerenberatung kommen, am meisten. Aber auch das Thema Adoption wird immer wieder angesprochen, oder Wohnraum verzweifelt gesucht.
Die starke Nachfrage bewirkte auch, dass der Verein um zwei Drittel mehr Patenschaften vermitteln musste als 2010. „Insgesamt sind unsere Ausgaben zur Unterstützung schwangerer Frauen in Notlagen um 35 Prozent gestiegen“, berichtet Kronthaler. „Aufgrund der Wirtschaftslage befürchten wir, dass der Bedarf an finanzieller Hilfe weiter steigen wird.“
Auch Sachspenden wie Babykleidung, Kinderwagen oder Gitterbetten sind sehr gefragt, der „Umsatz“ wächst stetig.
Die meisten Frauen, die die Schwangerenberatungsstelle der aktion leben österreich aufsuchen, sind naturgemäß zwischen 18 und 30 Jahre alt. Ein großer Teil ist aber älter als 30 bzw. 35 Jahre, und auch unter 17-Jährige sind keine Einzelfälle.
Die Gruppe an Studentinnen und Schülerinnen, die eine aktion leben-Beratung und Begleitung aufnehmen ist ebenso gewachsen wie die Anzahl der berufstätigen Frauen, die in die Beratung kamen. Letztere stieg von 2010 auf 2011 fast um die Hälfte.
Etwa ein Viertel der schwangeren Frauen kommt vor der 12. Schwangerschaftswoche. Somit ist auch die Zahl der Konfliktgespräche gestiegen. Einzelne Frauen kommen nach einem Schwangerschaftsabbruch in die Beratung.
Werbung wirkt. Das zeigt sich jedenfalls in der Art, wie schwangere Frauen zur aktion leben österreich finden. Plakat- und Radiowerbung führten 2011 um 30 Prozent mehr Frauen in die Schwangerenberatung als 2010. Bekannte und ehemalige Klientinnen sind ebenfalls sehr häufig die Brücke zur aktion leben, allerdings weniger häufig als 2010.
Auffällig viele fanden 2011 den Weg über Internet oder Telefonbuch. Auch andere Organisationen, Ärztinnen und Ärzte sowie Spitäler empfehlen die Schwangerenberatung von aktion leben österreich.
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aktion leben österreich ist ein überkonfessioneller, überparteilicher karitativer Verein, der sich vorwiegend aus privaten Spenden finanziert. Neben der Beratung und Unterstützung von schwangeren Frauen engagiert sich aktion leben auch in der Bildungsarbeit für Kinder und Jugendliche sowie in der aktiven Öffentlichkeitsarbeit zu bioethischen Fragen. Darüber hinaus setzt sich aktion leben für eine kinder- und elternfreundliche Gesellschaft ein.
In den Bundesländern gibt es selbständige aktion leben-Vereine, die mit aktion leben österreich inhaltlich und organisatorisch eng zusammenarbeiten.
Spendenkonto – BLZ: 60.000, Kontonummer: 7.331.600
aktion leben österreich
Mag. Daniela Orler
Tel: 01/512 52 21–19
E-Mail: daniela.orler@aktionleben.at