Pressemeldungen 2019

Viel Geld für Abtreibungen, wo bleibt Prävention?

Fast 1,2 Mio. Euro hat die Stadt Wien seit dem Jahr 2010 für Schwangerschaftsabbrüche von Mindestsicherungsbezieherinnen bezahlt. Finanzielle Unterstützung für die kostenlose und non-direktive Schwangerenberatung wie jene von aktion leben ist Wien allerdings keinen Cent wert. Martina Kronthaler, Generalsekretärin der aktion leben österreich: „Diese einseitige Politik der Stadt Wien schadet Frauen, die sich wegen einer Schwangerschaft in einer Krise befinden.“

 

„Die Stadt stellt viel Geld für Abtreibungen zur Verfügung. Vorhandene kostenlose professionelle Beratungsangebote für schwangere Frauen in Krisen und Konflikten wie jene von aktion leben werden hingegen gezielt verschwiegen“, kritisiert aktion leben-Generalsekretärin Martina Kronthaler. „Wir sind zudem eine der größten spezialisierten Beratungsstellen des Landes – und erhalten keinen Cent von der Stadt Wien dafür“, erklärt Kronthaler.

 

1,2 Mio. Euro für Abtreibungen

Aus einer Beantwortung des Amtsführenden Stadtrates für Soziales, Gesundheit und Sport, Peter Hacker, geht hervor, dass die Stadt Wien seit dem Jahr 2010 für 4.211 Schwangerschaftsabbrüche von Mindestsicherungsbezieherinnen insgesamt 1.180.820,48 Euro (Stand 19.9.2018) ausgegeben hat. Vorangegangen war eine Anfrage der ÖVP-Gemeinderätin Caroline Hungerländer.

 

Stadt Wien blendet aktion leben völlig aus

Im Gegensatz dazu wurden sämtliche Ersuchen von aktion leben, über ihre unabhängige Beratung in allen das Thema betreffenden Druckwerken und auf allen Websites der Stadt zu informieren, abgelehnt. Eines der vielen Negativ-Beispiele sei etwa die Website geburtsinfo.wien. „Frauen werden durch die einseitige Informationspolitik massiv bevormundet“, so Kronthaler.

 

Kein Ohr für schwangere Frauen in Not

Für die besonderen Notlagen, die durch eine Schwangerschaft oder Geburt eines Kindes entstehen können, hat die Stadt nicht nur kein Geld, sondern auch kein Ohr: Gespräche zur Verbesserung der Situation schwangerer Frauen werden seit Jahrzehnten verweigert. „Mitte September baten wir den neuen Bürgermeister Michael Ludwig um einen Gesprächstermin. Wir warten bis heute auf eine Antwort“, bemängelt die aktion leben-Generalsekretärin. Sogar für das von ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen betreute Kindersachspenden-Lager musste der Verein der Stadt Miete zahlen.

 

Schwangeren Frauen Zugang zu professioneller Beratung ermöglichen

„Schwangere Frauen müssen wissen, wo sie rasch unabhängige und kostenlose Beratung und Unterstützung bekommen, ganz besonders im Konflikt. Das müsste auch der Stadt Wien ein Anliegen sein“, betont Kronthaler.

 

aktion leben fordert deshalb von der Stadt Wien:

  • Hinweis auf alle in Wien tätigen professionellen Schwangerenberatungsstellen in allen einschlägigen Druckwerken und Online-Auftritten der Stadt Wien, so auch auf die Beratung von aktion leben
  • Hinweis auf aktion leben auf geburtsinfo.at
  • Einrichtung eines Hilfsfonds für schwangere Frauen in Not, dotiert mit der gleichen Summe, die jährlich für Abbrüche bereitgestellt wird, also ca. 140.000 Euro
  • Flächendeckende, niederschwellig erreichbare, kostenlose Verhütungsberatung in Wien
  • Informationskampagne bei Gynäkologen und Gynäkologinnen über alle Einrichtungen, die professionelle psychosoziale Schwangeren-Beratung anbieten

 

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