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aktion leben: Eltern brauchen Stabilität statt ständiger Verunsicherung 
 

Wien, 26.01.2012 – aktion leben österreich kritisiert jenen Teil der Sparpläne der Grünen, die massiv zu Lasten der Kinder gehen würden. Wichtig seien allerdings jene Vorschläge, die die Beteiligung der Väter an der Kinderbetreuung stärken und der Ausbau der Kinderbetreuungsplätze für die Jüngsten, allerdings unter Berücksichtigung der Qualität. 


„Bei der Betreuung der Kinder muss die Qualität oberste Priorität haben“, betont aktion leben-Generalsekretärin Mag. Martina Kronthaler. „Eine nachhaltige Politik sorgt dafür, dass die nächste Generation gut und geborgen aufwachsen kann.“
 

Wahlfreiheit der Eltern muss erhalten bleiben

Das jetzige Kinderbetreuungsgeld-Modell gewähre Wahlfreiheit. „Eltern kennen ihre Kinder am besten und sollen selbst entscheiden können, wie lange sie sie selbst betreuen“, so Kronthaler. Maximal 14 Monate Betreuung zu Hause bei der Vollzeit-Variante seien für viele Kinder einfach zu kurz. „Es gibt Kinder, die Krippenbetreuung in diesem Alter verkraften, andere aber nicht. Solche Vorschläge machen großen Druck auf Mütter und Väter.“
Das Modell der Grünen gehe von einer partnerschaftlichen Aufteilung aus. „Es gibt aber viele Alleinerzieherinnen, die weder einen Partner noch familiären Rückhalt haben.“ Beachtet man eine angemessene Eingewöhnungsphase, würden diese Kinder bereits mit 9 Monaten außerhäuslich betreut werden. „Es ist verständlich, wenn Eltern das nicht wollen. Umso wichtiger ist, dass die Wahlfreiheit bei der Kinderbetreuung erhalten bleibt.“

 

Kindeswohl in den Mittelpunkt stellen

„Der Vorschlag der Grünen lässt das Kindeswohl außer Acht“, betont die aktion leben-Generalsekretärin. Die ersten Lebensjahre seien besonders prägend für die Bindung und Entwicklung von Kindern. Österreich müsse kräftig in die Ausbildung und Weiterbildung von KindergartenpädagogInnen investieren, in der auch Bindungsfragen berücksichtigt werden. „Primäres Ziel muss das Wohl des Kindes sein. Der Wiedereinstieg der Mutter in den Beruf sollte sowieso gut gelingen können, auch ein paar Monate später mit weniger Druck“, unterstreicht Kronthaler.

 

Kindergeld-Modell der Grünen ist zynisch

Da es bei der Qualität bei der Kleinkindbetreuung bereits jetzt einen Mangel gebe, sei es zynisch, dieses Kindergeld-System zu fordern. Kronthaler: „Ein optimaler Betreuungsschlüssel in Kinderkrippen liegt bei 1:4. In Österreich ist dieser derzeit 1:7, in Kindergärten sogar 1:13.“ Hier gelte es anzusetzen und in die Qualität von Betreuungseinrichtungen zu investieren.

Auch arbeitsrechtlich sind für aktion leben noch Fragen offen, etwa ob bei der Teilzeit-Variante beide Partner ein Recht auf Teilzeit haben.

Weiters sei nicht einzusehen, dass permanent bei den Kindern und Eltern gespart werden soll. „Diese sind nachweislich von allen anderen Sparmaßnahmen auch betroffen. Warum sollen sie zusätzlich zur Kassa gebeten werden?“, so Kronthaler.

 

Lob für Papamonat

aktion leben begrüßt den Vorschlag, einen automatisierten Papa-Monat einzuführen, da gerade in der frühen Phase des Kindes die Anwesenheit des Vaters besonders wichtig sei. „Männern das Vatersein zu ermöglichen ist eine Schlüsselfrage für eine Gesellschaft, in der Kinder willkommen sind und ein weiterer Schritt zu einem kinder- und elternfreundlichen Österreich, das wir in unserer Parlamentarischen Bürgerinitiative gefordert haben“, betont Mag. Martina Kronthaler.
 


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aktion leben österreich ist ein überkonfessioneller, überparteilicher karitativer Verein, der sich vorwiegend aus privaten Spenden finanziert. Neben der Beratung und Unterstützung von schwangeren Frauen engagiert sich aktion leben auch in der Bildungsarbeit für Kinder und Jugendliche sowie in der aktiven Öffentlichkeitsarbeit zu bioethischen Fragen. Darüber hinaus setzt sich aktion leben für eine kinder- und elternfreundliche Gesellschaft ein.
In den Bundesländern gibt es selbständige aktion leben-Vereine, die mit aktion leben österreich inhaltlich und organisatorisch eng zusammenarbeiten.
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