„info-dienst bio-ethik“ macht Widersprüche sichtbar
Von der biomedizinischen Forschung werden täglich zahlreiche Presseaussendungen und Artikel veröffentlicht. Neue Erkenntnisse über die Funktionsweise des menschlichen Körpers, neue therapeutische Methoden, neue Ansätze der Medizin: die Vielfalt ist kaum überschaubar. Der „info-dienst bio-ethik“ von aktion leben österreich fasst die wichtigsten Informationen des Quartals zusammen. „Die ethischen Fragestellungen aller biomedizinischen Themen betreffen letztlich jeden einzelnen Menschen“ ist Mag. Martina Kronthaler, Generalsekretärin von aktion leben österreich, überzeugt.
Wien, 24 September 2010 – Ob Genetik oder Epigenetik, Stammzelltherapie oder Klonen, Eizellspende, Präimplantationsdiagnostik (PID) oder Sterbehilfe: Die AbonnentInnen des „info-dienst bio-ethik“ sind bei all diesen Themen immer am aktuellen Stand. „Kurzgefasste, leicht verständliche Informationen bieten einen Überblick“, meint Kronthaler. „Die Quellenangaben ermöglichen eigene vertiefende Recherchen zu jenen Gebieten, die den LeserInnen besonders interessant erscheinen.“
Durch die thematische Zusammenfassung wird immer wieder deutlich, wie sehr sich Forschungsergebnisse auch widersprechen können. „Nicht nur die Ergebnisse selbst, sondern auch deren Einschätzung kann dabei sehr weit auseinandergehen.“ Als Beispiel dafür nennt Kronthaler die Forschung an embryonalen Stammzellen, die von der einen Seite immer noch als Nonplusultra gefeiert, von der anderen als längst entbehrlich bezeichnet wird.
„So abstrakt diese Forschungsgebiete für einzelne Menschen scheinen mögen, so wirksam sind sie aber auf das Leben von uns allen“, ist Kronthaler überzeugt. Einerseits werden immer neue therapeutische Ansätze für Krankheiten entdeckt. Andererseits, so Kronthaler, tendiere die Forschung dazu ethische Grenzen zu übertreten und Hoffnungen zu wecken, die nicht haltbar sind. „Wenn wir biomedizinische Forschung nicht permanent kritisch beobachten, haben wir auch keinen Einfluss auf ihre Rahmenbedingungen.“ Der „info-dienst bio-ethik“ sei daher auch ein Instrument, um kritische Auseinandersetzung anzuregen und fundierten Widerspruch zu ermöglichen.
Der info-dienst bio-ethik erscheint quartalsweise und ist im Abonnement erhältlich. Bestellungen sind über die Website www.aktionleben.at/infodienst möglich.