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Aktion Leben: Sexualerziehung statt rezeptfreier „Pille danach“
 

Anlässlich der Debatte um die rezeptfreie Abgabe der Pille danach fordert die Aktion Leben eine umfassende Sexualerziehung an Schulen. Die „Pille danach“ sei mit gutem Grund rezeptpflichtig. Wer sich dafür entscheidet, sollte genau wissen, wie sie wirkt: Abhängig vom Zeitpunkt der Einnahme verzögert sie den Eisprung oder verhindert die Einnistung einer befruchteten Eizelle.


Mit der rezeptfreien Abgabe des Notfall-Präparates werden junge Menschen mit ihren Fragen zu Liebe und Sexualität weiter allein gelassen: „Wir betrachten den Vorstoß als billige Antwort auf die Versäumnisse der schulischen Sexualerziehung und Aufklärungsarbeit“, sagt Mag. Martina Kronthaler, Generalsekretärin der aktion leben österreich. „Tiefer gehende Lösungen sind gefragt!“
 

Korrekte Informationen notwendig

Die „Pille danach“ ist keine Bagatelle, sondern ein Hormonpräparat mit erheblicher Dosierung, das unter ärztliche Aufsicht gehört. Da sie den Hormonhaushalt vor allem junger Mädchen durcheinander bringen kann, die oft wenig über ihren Körper und Zyklus wissen, bedarf sie der ärztlichen Beratung.

Dringend nötig ist zudem eine umfassende und korrekte Information über die Wirkweisen: Kommt sie vor dem Eisprung zum Einsatz, verzögert oder unterdrückt sie die Ovulation.
Die Frau kann bei einem neuerlichen ungeschützten Verkehr dann wieder schwanger werden. Wenn die „Pille danach“ nach dem Eisprung genommen wird, verhindert sie die Einnistung der befruchteten Eizelle. Somit verliert ein Embryo die Möglichkeit, weiterzuleben.
 

Mechanistisches Weltbild

„Die ethische Frage muss sich jede Frau, jedes Paar selbst stellen“, betont Kronthaler.
Der Gesundheitsminister aber müsse sich fragen lassen, ob er sich nicht aus seiner  Verantwortung für die körperliche und seelische Gesundheit vor allem junger Menschen stehle.
Denn durch die rezeptfreie Abgabe werde ein mechanistisches Weltbild vermittelt, das jungen Menschen nichts bietet, damit sie Sexualität in Liebe und Beziehung leben lernen. Sie könne den Druck auf Mädchen erhöhen, sexuelle Wünsche umgehend zu erfüllen und untergrabe die Bemühungen um eine partnerschaftliche Verhütung.
 

Vorrang für Liebe und Beziehung

Wer ungewollte Schwangerschaften durch Verhütung vermeiden will, muss alles daransetzen, dass diese rechtzeitig geschieht. Auch Überlegungen, wie wir Menschen helfen können, auch ein ungeplantes Kind anzunehmen, sind in diesem Zusammenhang wichtig, ist die Aktion Leben überzeugt.

„Wir fordern daher eine umfassende wertorientierte Sexualerziehung, die den liebenden und Beziehung suchenden Menschen in den Mittelpunkt stellt und individuelle Hilfen für jene, die sich auch zu einem ungeplanten Kind bekennen“, erklärt Kronthaler.

 

Rückfragen:

Mag. Martina Kronthaler
01/512 52 21

 

 


 

 

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