
Der Gesundheitsausschuss des Euroäpischen Parlaments hatte gefordert, "Bemühungen zu unterstützen, um seltene Erbkrankheiten zu verhindern, die schließlich zur Ausmerzung dieser seltenen Krankheiten führen werden". Geeignete Mittel wären dafür die genetische Beratung von TrägerInnen und die gezielte Auswahl von Embryonen bei künstlicher Befruchtung durch Prä-Implantations-Diagnostik.
"Wir haben nicht das Recht, Menschen aufgrund irgendeines willkürlichen Merkmals das Lebensrecht zu entziehen", ist Kronthaler überzeugt. "Prä-Implantations-Diagnostik ist in Österreich aus gutem Grund verboten. Über diese Empfehlung wird Eugenik über die Hintertür eingeführt".
aktion leben österreich ist entsetzt, dass die EU-Abgeordneten durch diesen Beschluss Menschen unterschiedlich bewerten. Kronthaler: "Künftig wird nicht mehr die Behandlung von Krankheiten, sondern die Ausmerzung von jenen Menschen im Zentrum stehen, die von seltenen Krankheiten betroffen sind." Genetische Beratung werde in Zukunft direktiv in Richtung Selektion vorgehen müssen. "Wir fordern von unseren VertreterInnen im Europäischen Parlament ein klares Bekenntnis zur Gleichwertigkeit aller Menschen und zur Vielfalt des Lebens!"
Die aktion leben-Generalsekretärin betont: "Wir werden alles daran setzten, dass Österreich dieser Empfehlung nicht folgen wird."
Mag. Martina Kronthaler
Generalsekretärin
aktion leben österreich
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