
Frauen haben das Recht, ihre Schwangerschaften in Sicherheit und Geborgenheit zu erleben. Forderungen der Bürgerinitiative der aktion leben wie Werbung für Schwangerenberatung und Einrichtung eines Hilfsfonds für schwangere Frauen und Mütter in schwierigen Situationen sollen verlässlich umgesetzt werden.
62.550 Österreicherinnen und Österreicher haben die Bürgerinitiative der aktion leben „Mit Kindern in die Zukunft“ unterschrieben und sich für die aktive Bewerbung von Schwangerenberatungsstellen ausgesprochen – aktion leben hat am 14. Jänner d. J. die Unterschriften an das Parlamentspräsidium übergeben. In einer IMAS-Umfrage von 2007 stimmten sogar 69 Prozent der Bevölkerung dafür.
Frauen müssen wissen, wo sie Hilfe bekommen
„Frauen haben ein Recht auf eine gute, non-direktive Beratung, die auch in der Lage ist, Hilfen zu organisieren. Wir fordern deshalb eine kontinuierliche, flächendeckende Bewerbung von Schwangerenberatungsstellen in ganz Österreich“, erklärt Mag. Martina Kronthaler, Generalsekretärin der aktion leben österreich, anlässlich des Weltfrauentages am 8. März.
Ärztinnen und Ärzte sowie Spitäler mit gynäkologischen Abteilungen sollen es als ihre Verpflichtung ansehen, die Frauen nicht im Regen stehen zu lassen. „Wir wünschen uns, dass sie auf Schwangerenberatungsstellen hinweisen und entsprechende Informationen weitergeben.“
Inanspruchnahme ist immer freiwillig
Damit ist gewährleistet, dass schwangere Frauen wissen, wo sie Informationen, eine professionelle Beratung und Unterstützung in Notlagen finden. Selbstverständlich soll das Aufsuchen einer Beratungsstelle immer freiwillig bleiben!
„Wir hören immer wieder von Frauen, die unsere Beratungsstelle aufsuchen, es sei einfacher eine Adresse für einen Abbruch zu bekommen als eine Adresse für eine Schwangerenberatungsstelle“, bedauert Kronthaler.
„Eine besonders einfache Maßnahme ist, die Nummer einer Hotline auf die Beipackzettel von Schwangerschaftstests zu drucken. So erfahren schwangere Frauen und Partner rund um die Uhr, wo es eine auf Fragen rund um Schwangerschaft und Geburt spezialisierte Beratungsstelle gibt“, so Kronthaler.
In die aktion leben-Beratungsstellen kommen schwangere Frauen, die mitunter in beschämenden Umständen leben müssen: Sie haben zuwenig Geld zum Essen für sich und ihre Kinder, die schon auf der Welt sind. Sie hausen in winzigen Wohnungen und haben Mühe, ihre Strom- und Heizkosten zu begleichen. Sie müssen unzählige Behördenwege auf sich nehmen, um zu ihren Ansprüchen zu kommen und oftmals jahrelang um Unterhalt für ihre Kinder kämpfen. Sie werden von der öffentlichen Hand im Stich gelassen, wenn durch die Schwangerschaft oder Geburt eines Kindes unerwartete Belastungen auftreten.
aktion leben hofft daher sehr, dass es bald einen Hilfsfonds für schwangere Frauen und Mütter in Notlagen gibt. Frauen haben ein Recht darauf, mit Kindern gut leben zu können. Hier besteht noch viel Handlungsbedarf für die Politik.
Allein die Wiener aktion leben-Beratungsstelle begleitet und unterstützt jährlich zwischen 700 und 800 Frauen durch:
- Information und psychosoziale Beratung
- Patenschaften (regelmäßige monatliche Zuwendungen) und finanzielle Überbrückungshilfen
- Sachspenden wie Babywäsche, Kinderwägen und Gitterbetten
Dazu kommen zahlreiche telefonische und E-Mail-Beratungen.
Mag. Martina Kronthaler
Generalsekretärin
01/512 52 21
martina.kronthaler@aktionleben.at
www.aktionleben.at