
„Frauen, die ungeplant schwanger sind, stoßen bei ihrer Suche nach Information vor allem auf Werbung für den Schwangerschaftsabbruch“, stellt Mag. Martina Kronthaler , Generalsekretärin der aktion leben österreich, fest. „Frauen haben aber ein Recht darauf zu wissen, wo sie psychosoziale Beratung und Hilfe in einer schwierigen Lebenssituation finden“, so Kronthaler.
Ein vielfältiges Leistungsangebot erwartet die betroffenen Frauen in den Schwangerenberatungsstellen von aktion leben. Es reicht von sozialrechtlichen Informationen bis hin zur finanziellen Unterstützung in Notfällen. Die Beantwortung von Fragen zu vorgeburtlichen Untersuchungen und die medizinische Beratung bildet eine Kernkompetenz von aktion leben. Jede schwangere Frau kann ohne Druck mit unbeteiligten Dritten über ihre Ängste sprechen. Ziel der Beratung ist es, die Fähigkeit der Betroffenen zu stärken, eine eigenverantwortliche Entscheidung treffen. „Die Beratung, gekoppelt mit einem Hilfsangebot, eröffnet der Frau Perspektiven“, zeigt Kronthaler den wichtigen Stellenwert der Beratung im Schwangerschaftskonflikt auf.
„Es ist gut und wichtig, dass der Staat Schwangerenberatungsstellen fördert. Doch er muss sie auch bewerben!“, sagt Kronthaler. Sie wünscht sich flächendeckende Werbung für Schwangerenberatungsstellen auf Plakatwänden, Inseraten in Broschüren und Zeitungen, Hinweisen auf Beipackzetteln von Schwangerschaftstest usw. Dies ist auch einer der Gründe, warum die aktion leben ihre Parlamentarische Bürgerinitiative „Mit Kindern in die Zukunft. Für ein kinder- und elternfreundliches Österreich“ gestartet hat. Darin fordert die überparteiliche Organisation den Nationalrat auf, Schwangerenberatungsstellen ständig zu bewerben.
Aktion leben vermerkt in ihren Beratungsstellen einen steigenden Bedarf an finanzieller und materieller Unterstützung. Daher fordert die Organisation in ihrer Bürgerinitiative, einen öffentlich finanzierten Hilfsfonds für schwangere Frauen in Not einzurichten. „Es geht nicht an, dass immer nur private oder kirchliche Organisationen finanzielle Unterstützung geben“, kritisiert die Generalsekretärin.
„Es ist eine grundlegende staatliche Aufgabe dafür zu sorgen, dass es schwangeren Frauen und ihren Kindern gut geht“ sagt Martina Kronthaler. Rund 800 Frauen nahmen voriges Jahr allein in der Wiener Beratungsstelle von aktion leben 3.500 telefonische und persönliche Beratungsgespräche wahr. Geschulte Psychologinnen und Sozialarbeiterinnen sind dort tätig. Auch Männer nehmen zunehmend die Beratung in Anspruch.
Mit der Parlamentarischen Bürgerinitiative „Mit Kindern in die Zukunft“ tritt aktion leben für ein kinder- und elternfreundliches Österreich ein. Sie kann bis 30. November 2008 unterschrieben werden. Aktion leben fordert: Ständige Werbung für Schwangerenberatung; Einrichtung eines öffentlich finanzierten Hilfsfonds für Schwangere in Not; vielfältige Unterstützung für Eltern von Kindern mit Behinderung sind ihre Anliegen. Überdies ruft aktion leben den Nationalrat auf, bestmögliche Kinderbetreuung zu gewährleisten. Dazu zählt die Wahlfreiheit zwischen inner- und außerfamiliärer Betreuung ebenso wie qualitätsvolle und leistbare Betreuungsplätze zu sichern. Unterstützungserklärungen gibt es unter www.aktionleben.at zum Download.
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Die Plakate werden jeweils in der Nacht vor dem angegebenen Datum angebracht.
Mag. Margareta Lehrbaumer
aktion leben österreich – Information & Medien
Tel.: (01) 512 52 21-19
e-Mail: margareta.lehrbaumer@aktionleben.at