aktion leben österreich

Warum fliehen viele „schwangere“ Männer?


Wien, 11.9.2008 - Fachtagung der aktion leben am 1. und 2. Oktober 2008 in Linz diskutiert die Gefühlswelt von „schwangeren“ Männern.


Eine (unerwartete) Schwangerschaft ist für den Mann genauso aufregend und belastend wie für eine Frau. Doch wer kümmert sich um die Gefühle eines „schwangeren“ Mannes? Ist eine Schwangerschaft nicht doch auch Männersache? Was beschäftigt den Mann, wenn er (unerwartet) Vater wird? Will er sich der Verantwortung stellen oder wächst ihm die neue Situation über den Kopf, sodass er ihr entflieht? Welche Rechte und Pflichten hat er? Gibt es überhaupt Beratungsangebote für „schwangere“ Männer? Wie kann ihnen gezielte Beratung helfen? Wie können sie Lust auf Beratung bekommen?

Diesen und anderen Fragen geht aktion leben bei ihrer Fachtagung „Schwanger: Männer zwischen Verantwortung und Flucht“ am 1. und 2. Oktober 2008 in Linz auf den Grund. Die „schwangeren“ Männer, ihre psychische und rechtliche Situation stehen im Mittelpunkt der zweitägigen Veranstaltung, die ausschließlich von männlichen Experten bestritten wird. Die Tagung richtet sich an Männer- und FrauenberaterInnen, MitarbeiterInnen von Familienberatungsstellen, PsychologInnen, SozialarbeiterInnen, Hebammen, JournalistInnen und alle am Themenkreis „Männer und Schwangerschaft“ Interessierten.
 

„Schwangere“ Männer besser verstehen lernen


„Mit unserer Veranstaltung wollen wir dazu beitragen, `schwangere´ Männer und ihre Reaktionen auf die Nachricht einer Vaterschaft besser zu verstehen“, sagt aktion leben Generalsekretärin Mag. Martina Kronthaler. „Wir möchten herausfinden, warum Männer manchmal aus der Vaterrolle und ihrer Verantwortung flüchten. Durch die Kenntnis der männlichen Sichtweise können wir das gegenseitige Verständnis zwischen Müttern und Vätern fördern“, ist Kronthaler überzeugt.
 

Was einen werdenden Vater bewegt


Der Vortrag mit dem Titel „Vater werden: Was bewegt einen Mann in dieser Phase?“ leitet einen spannenden ersten Beraterinnentag am 1. Oktober 2008 ein. Der Psychologe Mag. Peter Schernhardt und der Psychotherapeut Mag. Hannes Goditsch analysieren zu Beginn der Veranstaltung in der Theorie und anhand von praktischen Beispielen, was einen werdenden Vater bewegt. Sie geben konkrete Anregungen, wie man sich mit Empathie am besten in seine Situation hineinversetzt. Rechtsanwalt Dr. Aldo Frischenschlager informiert über Rechte und Pflichten des Vaters aus juristischer Sicht. Der Facharzt für Psychiatrie und Neurologie Prim. Dr. Werner Leixnering beschäftigt sich am Ende des ersten Tages in seinem Vortrag „Väter bleiben – Väter gehen“ mit den Auswirkungen des Verhaltens von Männern auf die schwangere Frau und das Kind und dessen Sozialisation. Er erläutert die Voraussetzungen für eine gute Beziehung zwischen Vätern und ihren Kindern.
 

Wie man Männern Lust auf Beratung macht


Am zweiten Tag, dem 2. Oktober 2008, steht der Themenkreis „Beratung für Männer“ im Mittelpunkt. Mag. Christian Freisleben-Teutscher, Männerreferent und Journalist, macht sich Gedanken, wie man bei den als kommunikationsarm geltenden Männern Lust auf Beratung wecken kann. Diplomsozialarbeiter Christian Dorner berichtet aus seiner täglichen Arbeit, welche Leistungen die Beratung den Männern bietet und welche Perspektiven sie den Hilfesuchenden geben kann. Die Beraterinnen von aktion leben stellen die Schwangerschaftsberatung von Frauen vor und befassen sich mit der Frage, welche Möglichkeiten es in der Frauenberatung gibt, die Beziehung zum Vater des Kindes zu erörtern.
 

Termin:

1. Oktober 2008: 10.30 Uhr bis 21.00 Uhr
2. Oktober 2008: 8.30 Uhr bis 13.00 Uhr
 

Veranstaltungsort:

Bildungszentrum St. Magdalena, 4040 Linz
 

Über Ihr Interesse freut sich:


Mag. Margareta Lehrbaumer
aktion leben österreich – Presse- und Information
margareta.lehrbaumer@aktionleben.at
Tel. 01/ 512 52 21-21


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