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Aktion Leben bestürzt über „Recht auf Abtreibung“-Abstimmung

 

Wien, 17.4.2008 – Der Europarat empfiehlt seinen Mitgliedsstaaten, das „Recht auf Abtreibung“ zu garantieren. Aktion Leben ist bestürzt, dass ihr Protest wie der vieler anderer Organisationen ungehört blieb.


Die Parlamentarische Versammlung des Europarates nahm am 16.4.2008 die Resolution des Ausschusses für Gleichberechtigung mit dem Titel „Zugang zu sicherer und legaler Abtreibung in Europa“ mit 102 zu 69 Stimmen an (Doc. 11537 des Europarates). Damit empfiehlt der Europarat seinen Mitgliedsstaaten, das „Recht auf Abtreibung“ zu garantieren.
 

Der große Unterschied liegt im Detail


Aktion Leben meint: Frauen, die sich für einen Abbruch entscheiden, sollen medizinisch und menschlich bestmöglich betreut werden. Dazu braucht es aber kein „Recht auf Abtreibung“.

Der Verein verweist auf die Österreichische Rechtslage: Abbrüche sind nach § 96 StGB grundsätzlich verboten, aber nach § 97 StGB unter bestimmten Bedingungen straffrei gestellt. Damit ist festgeschrieben, dass Abtreibungen als Unwert zu behandeln und möglichst zu vermeiden sind. Das Recht des Kindes auf Leben wird gewürdigt, gleichzeitig wird der schwierigen Lebenssituation von Frauen Rechnung getragen.
 

Abbrüche sind möglichst zu vermeiden


Aktion Leben Generalsekretärin Mag. Martina Kronthaler: „Auch der Europarat stellt fest, dass Abtreibungen möglichst zu vermeiden sind und dass Abbrüche unter keinen Umständen Mittel der Familienplanung sein können. Schwangerschaftsabbrüche durch ein Recht auf Abtreibung zu verharmlosen, ist dazu sicherlich der falsche Weg. Wir befürchten, dass das Lebensrecht des Embryos durch die vollkommene Liberalisierung des Schwangerschaftsabbruchs vollständig aufgehoben würde.“
 

Mehr positive Maßnahmen sind notwendig


Aktion Leben appelliert einmal mehr an die Politik, ihre Anstrengungen zu erhöhen, um die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche zu reduzieren. Wichtig sind zum Beispiel mehr Bewusstseinsarbeit, der Ausbau von verantwortungsvoller, persönlichkeitsbildender Sexualerziehung, wirksame finanzielle Hilfen für schwangere Frauen oder Werbung für Schwangerenberatung.
 

Rückfragehinweis:

Mag. Martina Kronthaler
aktion leben österreich – Generalsekretärin
Tel.: (01) 512 52 21


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