„Mutterwerden bedeutet für jede Frau, den Sprung in ein anderes Leben zu wagen. Es ist eine enorm wichtige politische Aufgabe, Mutterwerden und Elternschaft insgesamt positiv erlebbar zu machen. Es sei daher ein fatales Versagen der Politik, wenn das Leben mit Kind(ern) ein existenziell schlechteres oder gar gefährdetes ist“, erklärt Kronthaler.
Genau das passiere aber immer wieder. Lehnt zum Beispiel ein Mann das Kind seiner Partnerin ab und zieht aus der gemeinsamen Wohnung aus, so muss die schwangere Frau plötzlich die Miete allein bezahlen. Oder sie wird selbst aus der Wohnung geworfen. Wohnt eine Studentin in einem Heim und bekommt ein Baby, so muss sie in der Regel ausziehen. Junge Mädchen werden oft von ihrer Familie im Stich gelassen, wenn sie unerwartet schwanger werden. Gut verdienende Frauen müssen um ihre Zukunft fürchten, wenn sie in einer beruflich „ungünstigen“ Zeit Nachwuchs erwarten …
„Es gibt viele Fälle von Krisen und Notlagen, die durch eine Schwangerschaft oder Geburt eines Kindes ausgelöst werden“, weiß Kronthaler. Rasche und unkomplizierte Hilfe ist gefragt, damit Frauen nicht in Panik geraten und ihre Kinder nicht durch übermäßigen Stress gesundheitlich gefährdet werden.
„Ein Hilfsfonds für Schwangere in Not, wie es ihn in Deutschland gibt, kann rasch Abhilfe schaffen und maßgeschneiderte Unterstützung ermöglichen“, ist die aktion leben-Generalsekretärin überzeugt.
aktion leben österreich fordert daher zum Muttertag 2012 Solidarität mit schwangeren Frauen und nennt vor allem drei Gründe dafür:
o Mutterwerden braucht ein starkes Netz, das verlässliche Informationen und Hilfen bietet.
Denn schwangere Frauen müssen viele Veränderungen bewältigen, viele Entscheidungen treffen, viel Verantwortung übernehmen.
o Stress, finanzielle Sorgen oder gar Wohnungslosigkeit gefährden nachweislich die Gesundheit von Mutter und Kind.
Wer sich um das Wohlergehen schwangerer Frauen kümmert, sorgt gleichzeitig für die physische und psychische Gesundheit der nächsten Generation.
o Ein Hilfsfonds wäre ein klares politisches Signal, dass keine Frau, die in einer schwierigen Situation ein Kind erwartet, alleingelassen wird.
Frauen, die ungeplant oder ungewollt schwanger wurden, brauchen besondere Solidarität. Sie tragen meist allein die Konsequenzen eines kinderfeindlichen Umfeldes.
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aktion leben österreich ist ein überkonfessioneller, überparteilicher, karitativer Verein, der sich vorwiegend aus privaten Spenden finanziert. Neben der Beratung von schwangeren Frauen engagiert sich aktion leben auch in der Bildungsarbeit für Kinder und Jugendliche sowie in der aktiven Öffentlichkeitsarbeit zu bioethischen Fragen. Darüber hinaus setzt sich aktion leben für eine kinder- und elternfreundliche Gesellschaft ein.
In den Bundesländern gibt es selbständige aktion leben-Vereine, die mit aktion leben österreich inhaltlich und organisatorisch eng zusammenarbeiten.
Spendenkonto – BLZ: 60.000, Kontonummer: 7.331.600