
Eine unerwartete Schwangerschaft ist eine besondere Situation: Tausend Fragen und Gefühle stürmen gleichzeitig auf die Frau und ihren Partner ein. Gut gemeinte Ratschläge helfen nicht weiter. aktion leben österreich hilft schwangeren Frauen, ihren persönlichen Weg aus der Krise zu finden und unterstützt sie dabei.

Natalie M. und ihr Ehemann haben bereits zwei Töchter. In den letzten Monaten haben beide hart gearbeitet, um ein eigenes kleines Unternehmen zu gründen. Jeder Cent wurde investiert, Kredite wurden aufgenommen. Im Herbst soll das Unternehmen eröffnet werden.
Trotz Spirale wurde Natalie M. ein weiteres Mal schwanger. „Das ist der absolut ungünstigste Zeitpunkt für ein Kind“, meinte sie zur Beraterin von aktion leben. Der Unternehmensstart ist gefährdet, weil sie selbst nicht arbeiten kann. Ohne die Eröffnung können aber die Schulden nicht abbezahlt werden. Ein Abbruch kam für sie nicht in Frage, weil sich im geplanten Unternehmen alles um Kinder dreht. „Für fremde Kinder mein eigenes opfern: Das kann ich nicht.“ In den Gesprächen mit der Beraterin von aktion leben konnte sie alle ihre Ängste und Sorgen aussprechen. So entlastet war sie gemeinsam mit ihrem Mann in der Lage, alle Pläne zu überdenken und an die neue Situation anzupassen. aktion leben unterstützt sie ein Jahr lang finanziell, bis sie selbst voll in das Unternehmen einsteigen kann.

Die junge Akademikerin arbeitete bis vor kurzem an einem kleinen Forschungsauftrag. Ihr Ehemann hat sein Studium fast beendet und jobbt als Privatlehrer. Das Paar hat ein kleines Kind. Die kleine Familie lebt auf der Grundlage eines Studierenden-Visums in Österreich in sehr bescheidenen Verhältnissen. „Wir dürfen hier studieren, aber wir dürfen kaum genug arbeiten, um vom Verdienst auch unser Leben zu finanzieren.“

Vor einem halben Jahr lebte Lena D. noch glücklich mit ihrem Lebensgefährten und einem gemeinsamen kleinen Kind. Das änderte sich für sie völlig überraschend, als sie ein weiteres Mal schwanger wurde. Ihr Lebensgefährte beschloss, zu seiner ersten Ehefrau und den vier Kindern aus dieser Ehe zurück zu kehren. „Er verweigert die Zahlung von Alimenten, solange ich noch in seiner Wohnung lebe.“ Lena D. muss allerdings bis Ende des Jahres in dieser Wohnung leben und gemeldet bleiben, damit sie Anspruch auf einen Vormerkschein für eine Gemeindewohnung bekommt.
Von aktion leben brauchte sie zunächst psychische Unterstützung: „Meine Welt ist völlig zusammen gebrochen. Ich habe ihn völlig falsch eingeschätzt.“ Auch sozialrechtliche Beratung war notwendig. Es war Lena D. nicht bewusst, dass Alimentationszahlungen ein Rechtsanspruch des Kindes sind und sie beim Jugendamt Unterhaltsvorschuss beantragen kann.
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