
A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z
Stammzellen aus dem Körper bereits geborener Menschen. Die Forschung meldet ständig neue Ergebnisse, wo überall im Menschen Stammzellen zu finden sind. Sie sind auch im Nabelschnurblut enthalten.
Erste embryonale, noch undifferenzierte Zellen nach der Teilung der befruchteten Eizelle bis zum Morulastadium (siehe dort).
Ein Embryo während des zirka vierten bis siebenten Tages der Entwicklung. Sieht aus wie eine Hohlkugel. In diesem Stadium erfolgt die Einnistung (Nidation) in die Gebärmutter. Die Blastozyste besteht aus einer äußeren Zellgruppe, aus der sich die Plazenta-Anteile entwickeln (Trophoblast), und der inneren Zellgruppe, aus der der Fetus entsteht (Embryoplast). Die Zellen des Embryoplast sind pluripotent (siehe dort).
Zellen oder Gewebe werden vermischt, die Genome bleiben aber getrennt. Zum Beispiel bleibt ein Mensch ein Mensch, wenn ihm Herzklappen von einem Schwein eingepflanzt werden. (siehe zum Vergleich dem Begriff Hybride)
Teilchen, die die Erbinformation enthalten und in allen Körperzellen paarweise vorliegen. Ein menschlicher Zellkern enthält 46 Chromosomen, dabei entstammen 23 vom Vater und 23 von der Mutter. Chromosomen enthalten jeweils einige hundert bis einige tausend Gene.
Zellplasma, Inhalt einer Zelle ohne dem Zellkern. Cytoplasma besteht aus einem flüssigen Medium und aus zahlreichen Zellorganellen wie zum Beispiel Mitochondrien sowie faden- und röhrenförmigen Strukturen und ist für essentielle Zellfunktionen zuständig.
Spezialisierung einer Zelle für eine bestimmte Funktion. Sie wird durch Aktivierung oder Deaktivierung von Genen herbeigeführt. Dabei hat zwar – von Ausnahmen abgesehen – weiterhin jede Zelle die gesamte genetische Information, genau so wie die ursprünglich befruchtete Eizelle, sie kann aber nur einen Teil dieser Information "abrufen". Man spricht auch von Spezialisierung einer Zelle. Eine ausdifferenzierte Zelle steht am Ende einer Reihe von Differenzierungs-Schritten.
Heranwachsendes Kind im Mutterleib bis zum Ende des dritten Schwangerschaftsmonats. In diesem Entwicklungsstadium werden alle Organe angelegt.
Innere Zellmasse der Blastocyste, aus der sich der Fötus entwickelt. Die Zellen dieser inneren Zellmasse sind pluripotent.
Embryonale Stammzellen (ES-Zellen):
Pluripotente Stammzellen der inneren Zellmasse der Blastocyste.
Diese "Vorläuferzellen" haben noch keine bestimmte Funktion und können sich in jede beliebige Körperzelle verwandeln.
Einbringung eines außerhalb des Körpers der Frau befruchteten Embryos in die Gebärmutter.
Im März 2000 wurde im deutschen Bundestag eine "Enquete-Kommission zum Thema ,Recht und Ethik der modernen Medizin" eingerichtet. Die Enquete-Kommission dient der Selbstaufklärung und Beratung des Parlaments. Die Mitglieder sind Parlamentarier aller Parteien sowie Experten. Die Enquete-Kommission war bisher in ihren Empfehlungen durchwegs vorsichtiger als der Nationale Ethikrat (siehe dort).
Eizelle nach Entfernung des Zellkerns
Wurde 2001 ins Leben gerufen. Ihre Aufgabe ist, den Bundeskanzler in allen ethischen Fragen, die sich im Zusammenhang mit der Humanmedizin und -biologie ergeben, zu beraten. Fachleute aus den Bereichen Medizin (insbesondere Fortpflanzungsmedizin, Gynäkologie, Psychiatrie, Onkologie, Pathologie), Molekularbiologie und Genetik, Rechtswissenschaften, Soziologie, Philosophie und Theologie sind in der Ethikkommission vertreten.
wurde als Wissenschaft von der Verbesserung des Menschen durch Zucht definiert. Die Möglichkeiten der Genetik dienen Eugenikern dazu, Menschen mit "schlechten Genen" rechtzeitig, also noch in der Schwangerschaft, auslesen zu können.
Heranwachsendes Kind im Mutterleib ab dem vierten Schwangerschaftsmonat.
Erste Phase der Embryonalentwicklung nach der Befruchtung, in der sich die Eizelle schnell in kleine Zellen (Blastomeren) aufteilt.
Erbanlage; bestimmter Abschnitt auf einem Chromosom. Alle Zellen eines Organismus haben den selben Gen-Bestand. Diese Gene setzen sich aus den Basen Adenin (A), Thymin (T), Guanin (G) und Cytosin (C) zusammen. Betrachtet man ein Chromosom, befinden sich darauf eine schier unendlich lange Kette dieser Basen. Aber nur einzelne Abschnitte davon sind Gene, also Funktionsträger. Bisher sind nur einzelne Gene identifiziert, von noch weniger kennt man die Funktion. In der Regel ist nicht bekannt, wie und wann das Gen an- und ausgeschaltet wird und wie die Gene und die sie umgebenden Basen zusammenwirken. Man rechnet mit zirka 37.000 Genen, die zur Häfte vom Vater, zur Hälfte von der Mutter stammen.
Nicht einheitlich gebrauchter Begriff: 1. Gesamtheit der im Zellkern vorhandenen Erbinformation. 2. Das Genom umfasst nicht nur die Gene, diese machen nur fünf Prozent des Genoms aus. Hinzu kommen DNA-Abschnitte, die der Aktivitätssteuuerung der Gene dienen. Außerdem enthält das Genom Bereiche, die bei der Verdopplung des Erbguts während der Zellteilung eine Rolle spielen.
Erforschung des genetischen Materials und Eingriffe in dasselbe.
Künstliche Veränderung der Erbsubstanz.
die Gesamtheit aller Erbanlagen einer Zelle oder eines Organismus (siehe Phänotyp).
Diese Wesen haben ein gemischtes Genom von Anfang an. Beispiel ist der Maulesel, eine Kreuzung aus Pferd und Esel. (siehe zum Vergleich den Begriff Chimäre)
im Körper
im Glas (Reagenzglas etc.). Gemeint ist außerhalb des Körpers.
Künstliche Befruchtung von Eizellen mit Spermien außerhalb des weiblichen Körpers. Eine Methode der medizinisch unterstützten Fortpflanzung.
induzierte pluripotente Stammzellen. Das sind Körperzellen von Erwachsenen, die in den Zustand embryonaler Stammzellen zurückgeführt werden. Dazu müssen Steuerungsgene in die Zellen eingeschleust werden.
Eizellen und Samenzellen. Sie enthalten nur einen einfachen Chromosomensatz (haploider Chromosomensatz).
Vervielfältigung mit dem Ergebnis identischer Organismen. Wird im Zusammenhang mit Molekülen, Zellen, Geweben und Lebewesen verwendet. Man spricht auch von reproduktivem und von therapeutischem Klonen. In beiden Fällen wird ein menschlicher oder tierischer Embryo mittels Klonen erzeugt. Beim sogenannten reproduktiven Klonen wird der Embryo anschließend in die Gebärmutter eines Lebewesens eingepflanzt. Klonschaf Dolly ist auf diese Weise entstanden und zur Welt gekommen. Beim sogenannten therapeutischen Klonen bleibt der Embryo in der Petrischale. Mit Nährstoffen und Wachstumsfaktoren wird er zur Zellteilung angeregt. Im Blastozystenstadium können ihm dann Stammzellen entnommen werden. Dabei wird der Embryo zerstört. Der Begriff "therapeutisch" ist unpassend und irreführend, in Wirklichkeit wird bei diesem Vorgang ein Embryo getötet.
Konservierung (etwa von Eizellen, Spermien, Embryonen) durch Einfrieren und Lagerung bei extrem tiefen Temperaturen.
die Entwicklung der Keimzellen
außerhalb des Zellkerns liegende Bestandteile einer Zelle, die in geringer Menge Erbsubstanz (DNA) enthalten (Mitochondrien werden auch Zellorganellen genannt).
Sehr frühes Stadium in der Entwicklung eines Embryos, bei dem durch Furchungsteilungen eine dichte Zellkugel (Morula) entstanden ist.
Der Nationale Ethikrat wurde im Mai 2001 von der deutschen Bundesregierung gegründet. Ihm gehören 25 Mitglieder der verschiedenen Disziplinen an, die vom Bundeskanzler auf vier Jahre berufen werden. Er gibt Stellungnahmen zu ethischen Fragen ab. Kritiker meinen, er sei gegründet worden, um die vorsichtigen Empfehlungen der Enquete-Kommission (siehe dort) auszuhebeln.
Summe aller beobachtbarer Merkmale und Eigenschaften eines Individuums, die durch die genetischen Anlagen und die Umwelteinflüsse geprägt werden.
Protein-induzierte pluripotente Stammzellen: Im Gegensatz zu ipS (siehe dort) müssen keine Gene in Zellen eingebracht werden, um sie zu Stammzellen zu reprogrammieren. Sie gelten daher als sauberer und sicherer.
Aus pluripotenten Stammzellen können sich alle unterschiedlichen Gewebe eines Organismus entwickeln, jedoch kein Lebewesen mehr. Der Übergang von der Phase der pluripotenten Stammzellen zu jener mit nur noch organspezifischen Stammzellen im Rahmen der embryonalen Entwicklung ist fließend. Möglicherweise befinden sich aber selbst im Körper eines Erwachsenen noch pluripotente Zellen. Die Differenzierungsfähigkeit der einzelnen Stammzellen ist noch nicht ausreichend erforscht. (siehe auch totipotent)
Kleine Unterschiede in den Genen, die jeden Menschen von einem anderen unterscheiden und die Veranlagung für bestimmte Krankheiten erkennen lassen. Soll zunehmend diagnostisch eingesetzt werden, was unwägbare gesellschaftspolitische Konsequenzen in sich birgt.
In-vitro befruchtete Embryonen werden vor der Einbringung in die Gebärmutter der Frau auf chromosomale und genetische Veränderungen hin untersucht. Ist ein Instrument der Selektion (siehe dort). Ist in Österreich verboten.
umfasst alle vorgeburtlichen Untersuchungen, durch die gezielt oder ungezielt Fehlbildungen, erbliche Veranlagungen, Krankheiten, Behinderungen des Kindes vor der Geburt ausgeschlossen oder erkannt werden können.
Untersuchung größerer Bevölkerungsgruppen (z. B. Schwangere, Ungeborene, Neugeborene) auf Krankheiten oder genetische Abweichungen.
Auswahl; bei der PID: Einpflanzung des gesunden Embryos, Vernichtung des Embryos mit Chromosomenabweichung oder Gendefekt.
Der menschliche Körper besteht aus über 200 verschiedenen Zelltypen. Alle Zelltypen entstehen aus sogenannten Vorläuferzellen, die auch Stammzellen genannt werden. Jede Zelle im Körper, die noch Teilungs- und Weiterentwicklungsfähigkeit besitzt, wird Stammzelle genannt. Diese gibt es im erwachsenen Menschen (adulte Stammzellen), aber auch im Embryo (embryonale bzw. fetale Stammzellen). Je nach Funktion und Reifegrad sind sie unterschiedlich entwicklungsfähig (siehe auch "Differenzierung").
in der Öffentlichkeit als "Knochenmarks-Transplantation" bekannt: blutbildende Stammzellen werden übertragen, um etwa Leukämie zu behandeln.
Weltweit wird geforscht, wie Erkrankungen durch die Transplantation nicht-blutbildender Stammzellen geheilt werden könnten. Erkranktes Gewebe jedeweder Art soll "nachwachsen".
Andere Bezeichnung für Organtransplantation – bezogen auf das Verwenden von reprogrammierten oder embryonalen Zellen.
die totipotente Zelle hat das Potenzial, sich zu einem ganzen Individuum, zu einem Menschen, zu entwickeln; außerdem zu allen Zelltypen eines betreffenden Organismus. Totipotent sind nur die Zellen des Embryos – man nimmt an, bis zum Achtzell-Stadium. Teilt sich dieser Embryo im frühesten Stadium, wachsen zwei Menschen heran (eineiige Zwillinge).
Stadium der Befruchtung, in dem aus dem Kern der Eizelle der weibliche Vorkern und aus dem Kern der Samenzelle der männliche Vorkern geworden ist. Die beiden Vorkerne sind in diesem Stadium noch nicht verschmolzen.
Teil einer Zelle, der die Chromosomen und damit nahezu die gesamte Erbinformation eines Menschen enthält (ein winziger Teil ist in den Mitochondrien gespeichert).
Eine Technik, bei der ein Zellkern einer Körper- oder Keimzelle in eine entkernte Eizelle übertragen wird. Diese Eizelle wird zum Teilen angeregt. Der so entstandene Embryo ist weitgehend ident mit der eingebrachten Körperzelle. Diese Technik macht das Klonen von erwachsenen Lebewesen möglich. Es braucht allerdings sehr viele Versuche, um einen Embryo herzustellen.
Befruchtete Eizelle, die Chromosomen des männlichen und weiblichen Elternteils enthält. Jede Zelle ist totipotent (siehe dort), das heißt, sie kann sich zu einem vollständigen Embryo entwickeln.