aktion leben österreich

Häufig gestellte Fragen

Wann beginnt menschliches Leben?


Menschliches Leben beginnt mit dem Prozess der Befruchtung. Mütterliches und väterliches Erbgut verschmelzen. Daraus entsteht ein neues Individuum, ein neuer Mensch, der sich in der Folge immer weiter entfaltet.
Mit der Verschmelzung von Ei- und Samenzelle ist „das Programm Mensch“ gestartet. Aussehen, Begabungen sind ebenso grundgelegt wie der Klang der Stimme, Neigung zu Geduld oder Jähzorn, einer Glatze oder buschigen Augenbrauen. Unser aller Anfang geschah auf diese Art und Weise, das heißt wir haben alle als embryonale Menschen begonnen.
Mit der Befruchtung ist jeder Mensch als individuelle Persönlichkeit definiert. Er kann sich nur mehr als er selbst entwickeln – und zu keinem anderen werden. Der embryonale Mensch wird nicht zum Menschen, er entwickelt sich als Mensch. Natürlich kann ein Embryo noch nicht so viel wie ein geborener Mensch, so wie ein Säugling nicht genauso viel kann wie ein Erwachsener. Das ist allerdings kein Grund, einem Embryo das Lebensrecht abzusprechen.
 

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Was versteht aktion leben österreich unter Beratung?


In der Beratung geht es darum, Perspektiven und Alternativen aufzuzeigen, anzuschauen und mögliche Hilfe und Begleitung anzubieten. Die Beraterinnen nehmen sich Zeit, hören zu und öffnen der Schwangeren (und ihrer Familie) einen geschützten Raum für ihre eigenen Überlegungen. Beratung heißt nicht Rat geben oder manipulieren. Die Entscheidung für oder gegen das Kind muss die Schwangere selbst treffen.
 

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Werden die Frauen in der Beratung bei aktion leben österreich in eine bestimmte Richtung gedrängt?


Eine professionelle Beratung, wie sie bei uns stattfindet, wird niemals eine Frau unter Druck setzen oder in eine bestimmte Richtung drängen. Das ist mit dem Selbstverständnis unserer Beratung absolut unvereinbar. Unsere Beraterinnen nehmen sich Zeit für die Frau, hören ihr zu, entwickeln mit ihr Perspektiven, bieten vielfältige Hilfestellungen an und versuchen, die eigenen Ressourcen der Frau zu wecken oder zu fördern. Unsere Beratung ist ergebnisoffen, das heißt wir respektieren die Entscheidung der Frau. Sie kann auch nach einem Schwangerschaftsabbruch zu uns in die Beratung kommen.
 

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Was kann aktion leben österreich schwangeren Frauen anbieten?


Unsere Beraterinnen bieten psychische Begleitung. Sie sind darüber hinaus Spezialistinnen auf dem Gebiet sozial- und familienrechtlicher Fragen rund um Schwangerschaft und Geburt.
In materiellen Notfällen bieten wir Patenschaften und finanzielle Überbrückungshilfen an. Für die ersten beiden Lebensjahre können sich die Klientinnen Sachspenden aus unserem Lager abholen.
Außerdem helfen wir bei Behördeninterventionen, bei der Wohnungssuche und den nicht-versicherten Frauen, eine Entbindung zum Krankenkassentarif zu bekommen. Ferner können die Dienste einer Ärztin in Anspruch genommen werden. Wir begleiten die Frauen in der Schwangerschaft und auch danach bis etwa zum 2. Geburtstag des Kindes.
 

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Würden Sie einem 14-jährigen Mädchen raten, ein Kind zu bekommen?


Die Beraterinnen von aktion leben österreich raten niemandem zu einem Kind oder gegen ein Kind. Aber wir versuchen Wege aufzuzeigen, wie das Leben mit einem Kind gelingen kann. Die Frau/das Mädchen muss die Entscheidung aber selbst treffen. Eines ist sicher: Dass schwangere Jugendliche Unterstützung in ihrem sozialen Umfeld brauchen.
 

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Warum kümmert sich aktion leben österreich nicht auch um Frauen mit größeren Kindern?


aktion leben österreich bekennt sich zu ihrem Schwerpunkt der Beratung von Frauen in der Schwangerschaft und danach, etwa bis zum zweiten Lebensjahr des Kindes.
Wenige Beratungsstellen sind auf dieses Beratungsgebiet, das im Detail – etwa im Sozialrecht – oft sehr schwierige Fragen aufwirft, spezialisiert. aktion leben österreich arbeitet aber eng mit anderen Beratungsstellen zusammen, die Frauen mit größeren Kindern betreuen. Wir lassen niemanden im Stich und vermitteln, wenn es gewünscht wird, weiter.
 

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Wie unterscheidet sich aktion leben österreich von anderen Lebensbewegungen?


Es gibt einige Merkmale, an denen sehr schnell zu erkennen ist, in welche Richtung eine Lebensbewegung geht:

Merkmal 1: Die Sprache oder wie über Schwangerschaftsabbrüche und über Frauen, die sie haben durchführen lassen, geredet wird. Wir reden nicht von "Mord" oder vom "Verbrechen der Abtreibung". Wir richten nicht, wir verurteilen nicht.
Merkmal 2: Das so genannte "Post Abortion Syndrom (PAS)": Dieser Begriff ist eine Erfindung radikaler Gruppierungen. Wir wissen, dass Frauen unter Schwangerschaftsabbrüchen leiden und dies mitunter auch jahrelang. Dies aber als Drohung zu benutzen, um Frauen ein schlechtes Gewissen zu machen, ist unzulässig. Es gibt durchaus Frauen, die mit der Entscheidung für einen Schwangerschaftsabbruch Frieden geschlossen haben, ihn vielleicht später bedauern, aber keine psychischen oder psychosomatischen Probleme haben.
Merkmal 3: Die Adoption Oft wird eine Frau von denselben, die "Adoption statt Abtreibung" fordern, als Rabenmutter verurteilt, wenn sie genau das macht. Die Adoption andererseits als Alternative zur Abtreibung zu propagieren, zeugt von wenig Verständnis für die Problematik. Die Frau, die ihr Kind zur Adoption freigibt, muss es erst einmal annehmen und austragen, bevor sie es zur Adoption freigibt. Und dazu gehört sehr viel Liebe. Natürlich liegt diese extrem schwierige Entscheidung ausschließlich bei der betroffenen Frau; unsere Aufgabe ist es, ihr tatkräftig zur Seite zu stehen.
Merkmal 4: Keine Bestrafung Wir haben immer wieder Vorschläge vorgelegt, was alles getan werden sollte, um Abtreibungen zu vermeiden. Die Verschärfung bestehender strafrechtlicher Bestimmungen ist nicht zielführend. Mit positiven Maßnahmen Bewusstsein zu bilden, ist unser Weg.
Merkmal 5: Empfängnisverhütung Wir sind davon überzeugt, dass eine verantwortungsvolle Empfängnisverhütung dazu beitragen kann, Abtreibungen zu vermeiden. Abtreibungen und Empfängnisverhütung in einen Topf zu werfen und gleicherweise abzulehnen, halten wir für lebens- und wirklichkeitsfremd.
Merkmal 6: Auftreten in der Öffentlichkeit Werbung für den Lebensschutz verlangt positive Bilder, die Vermittlung von Lebensfreude und tatkräftige Unterstützung für Menschen in Not. Es gilt, nicht nur zu reden, sondern auch zu handeln.
Merkmal 7: Zeichen der Zeit erkennen Die Aufgabenbereiche für Lebensschutz-Bewegungen sind enorm gewachsen. In den letzten Jahren sind viele biomedizinische Fragestellungen dazu gekommen. Dazu zählen etwa die pränatale Diagnostik, die Entstehung "überzähliger" Embryonen aus der In-vitro-Befruchtung, das Klonen, die Forschung an Stammzellen und mehr. Auch in diesen Bereichen gilt es, das Anliegen des Lebensschutzes zu Gehör zu bringen.
 

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Wie steht aktion leben österreich zur Abtreibung?


Eines der wesentlichen Ziele von aktion leben österreich ist, Schwangerschaftsabbrüche durch Präventivmaßnahmen und Erziehung zur Verantwortung zu vermeiden. Aufklärung und Impulse zur Sexualerziehung, die die Beziehungsfähigkeit und Persönlichkeit stärken, sind deshalb ein Schwerpunkt unserer Bildungsarbeit. Damit wollen wir ungewollten Schwangerschaften vorzubeugen.
Weitere positive Maßnahmen sind unser Beratungs- und Hilfsangebot. In unserem Maßnahmenkatalog haben wir eine Liste mit Maßnahmen zur Vermeidung von Schwangerschaftsabbrüchen aufgezählt. Dazu gehören etwa die flächendeckende Versorgung mit einschlägigen Beratungsstellen, Werbung für diese Beratungsstellen und mehr.
aktion leben österreich ist der Meinung, dass Abtreibungen nur durch unterstützende oder vorbeugende Maßnahmen, nicht durch Strafandrohung vermieden werden können. Eine Verschärfung der strafrechtlichen Bestimmungen streben wir deshalb nicht an.
 

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Warum soll man Embryonen, die aus ein paar Zellen bestehen, schützen, wenn die gleichzeitig die Fristenregelung einen späteren Schwangerschaftsabbruch zulässt ?


aktion leben österreich versteht den Schutz des Lebens umfassend. Diese Haltung bedeutet: aktion Leben österreich setzt sich für das Lebensrecht, für Wert und Würde eines jeden Menschen ein: für den embryonalen Menschen ebenso wie für das heranwachsende drei Monate alte ungeborene Kind, für schwangere Frauen ebenso wie für sterbende Menschen und genauso für Menschen mit Behinderungen. Das Recht auf Leben ist ein absolutes, in keiner Phase des Lebens gibt es weniger oder mehr Recht auf Leben.

Mit dem Beschluss der Fristenregelung wollte der Gesetzgeber Frauen in schweren Notlagen entkriminalisieren und ihnen den Weg in eine Beratungsstelle ebnen. Ein Schwangerschaftsabbruch ist entgegen der gängigen Meinung nicht erlaubt, sondern bis zum dritten Monat der Schwangerschaft straffrei gestellt. Mit dem Argument, dass Abbrüche unter bestimmten Bedingungen nicht strafbar sind, kann daher der Schutz des embryonalen Menschen nicht in Frage gestellt werden.
 

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Was sind die Hauptmotive für Schwangerschaftsabbrüche?


Das Ludwig Bolzmann Institut veröffentlichte im April 2001 eine ausführliche Studie über die Motive für oder gegen Schwangerschaftsabbrüche. An oberster Stelle steht (bei Frauen, die einen chirurgisch-medizinischen Abbruch durchführen ließen), dass der Partner gegen das Kind war (47 Prozent). Als zweites Argument nannten die Frauen, dass Kinder nicht mit Berufstätigkeit oder der Ausbildung vereinbar waren (37 Prozent). Dritter Grund ist, dass die Frauen keine Unterstützung bei der Betreuung, der Erziehung des Kindes hätten (36 Prozent). Erst nach den partnerschafts- und berufsbezogenen Motiven folgen ökonomische Motive.
 

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Warum ist aktion leben österreich gegen die Einführung der Präimplantationsdiagnose?


Schwanger zu werden, bedeutet immer auch die Möglichkeit, ein Kind mit Behinderung zur Welt zu bringen. Auch ein Kind, das vor der Einbringung in die Gebärmutter oder während der Schwangerschaft als frei von einer bestimmten Behinderung diagnostiziert wird, kann auf eine andere Weise beeinträchtigt sein oder durch die Geburt oder später im Leben behindert werden.
Dieses Risiko gehen Eltern seit Menschengedenken ein und haben es bisher mit der bedingungslosen Annahme ihrer Kinder beantwortet. Eine Garantie dafür, dass ein Kind gesund oder frei von Behinderung zur Welt kommt, kann weder die modernste vorgeburtliche Diagnostik noch die Präimplantationsdiagnostik (PID) abgeben.
Will man mit Hilfe von PID eine bestimmte Krankheit oder Behinderung ausschließen, müssen sich Frauen, die auch auf normalem Weg schwanger werden können, den psychischen und gesundheitlichen Belastungen einer künstlichen Befruchtung unterziehen.
Die Präimplantationsdiagnose gilt als experimentell, das heißt ihr Erfolg ist durchaus umstritten. Da nur wenige Zellen untersucht werden, ist eine Absicherung des Untersuchungsergebnisses nicht möglich. Auch kommen nach einer künstlichen Befruchtung mit PID weniger Kinder zur Welt als nach einer künstlichen Befruchtung ohne PID. Der Grund dafür dürfte sein, dass bei der Entnahme der Zellen viele Embryonen zerstört werden.
 

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Warum beschäftigt sich aktion leben österreich mit bioethischen Fragen?


Die Wissenschaft auf humanbiologischem Gebiet gerät immer wieder in Gefahr, verschiedene Behandlungsmethoden auszuprobieren und anzuwenden, die unserem ethischen Verständnis entgegenlaufen. Als Beispiel: Die Herstellung von Embryonen, um sie als Rohstofflieferanten für embryonale Stammzellen zu verwenden. Oder die Verwendung von embryonalem Gewebe für die Medizin. Oder der Eingriff in die menschliche Keimbahn – was eine Veränderung der genetischen, vererbbaren Ausstattung bedeuten würde.
Bio-Ethiker rechtfertigen diese Vorgangsweisen. Sie sprechen Menschen, die bestimmte Eigenschaften und Qualitätsmerkmale wie Rationalität und Selbstbewusstsein nicht haben, das Lebensrecht ab. Dem Grundsatz des Lebensschutzes, der jedem Menschen, ungeachtet seiner Leistungsfähigkeit oder seines Bewusstseins zukommt, läuft das diametral entgegen.
Wir betrachten es als unsere Aufgabe, die Entwicklungen auf dem Gebiet der Biomedizin zu beobachten, eine breite Öffentlichkeit darüber zu informieren und auf Gefahren aufmerksam zu machen. Durch Bürgerinitiativen, Unterrichtsbehelfe, Vorträge, den "info-dienst bio-ethik", Aussendungen und mehr versuchen wir ein Bewusstsein dafür zu schaffen, wo Grenzen gesetzt werden sollten.
Wir hinterfragen die Argumentationslinien der Bio-Ethiker kritisch und brechen häufig Schlussfolgerungen, die scheinbar keine Alternativen zulassen, dadurch auf.
 

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Was kann aktion leben österreich in der bioethischen Debatte überhaupt erreichen?


Um eine Debatte in Gang zu halten, ist es notwendig, verschiedene Meinungen aufzuzeigen. Wir verweisen auf Alternativen, wo scheinbar logische Schlussfolgerungen nur einen Weg vorgeben. Wir geben Materialien heraus, die allen ermöglichen, sich zu informieren.
Vierteljährlich erscheint unser "info-dienst bio-ethik", in dem aktuelle Fakten und Meinungen zur Biomedizin sowie Gesetzestexte zusammengefasst sind.
Unsere Broschüren "Wie viel Forschung verträgt der Mensch" und "Gezeugt, geprüft, verwertet und verworfen" beschäftigen sich mit den neuesten Entwicklungen in der Embryonenforschung. Mit den Unterrichtsbehelfen "Bioethik" und "Gentechnik" geben wir LehrerInnen ein Hilfsmittel in die Hand, mit dem sie das Thema umfassend bearbeiten können. Schließlich organisierten wir zwei Bürgerinitiativen "Bevor es zu spät ist" sowie eine Tagung zu diesem Thema.
 

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Würde aktion leben österreich Therapien mit Stammzellen aus Embryonen auch ablehnen, wenn damit andere Menschen gerettet werden könnten?


Obwohl mancherorts noch immer heftig beworben, gilt die Forschung mit embryonalen Stammzellen großteils als überholt. Während adulte Stammzellen bereits seit Ende der 60er Jahre zur Behandlung zahlreicher Krankheiten erfolgreich eingesetzt werden, gibt es keine einzige Anwendung mit embryonalen Stammzellen.
Auch der Beleg, dass sie für die Grundlagenforschung unentbehrlich sind, ist nicht erbracht. Sogenannte iPS-Zellen, reprogrammierte adulte Stammzellen, scheinen auch hier die embryonalen Stammzellen abgelöst zu haben. Der Durchbruch mit iPS-Zellen wurde ohne Verwendung von embryonalen Stammzellen erreicht.
 

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Sollten überzählige Embryonen nicht lieber verwendet statt  vernichtet werden?


Grundsätzlich sollten laut Fortpflanzungsmedizingesetz nur so viele Embryonen erzeugt werden, wie auch eingepflanzt werden. Die Regelung, Embryonen tiefgefroren aufzubewahren, wurde eingeführt um zu verhindern, dass Embryonen vernichtet werden, falls Frauen zwischen Befruchtung und Implantation erkrankten.
Es wäre eine völlige Umkehrung der ursprünglichen Absicht, die Embryonen schützen sollte, würde man tiefgefrorene Embryonen jetzt zu Forschungszwecken verwenden. Ehrlicher wäre, sie sterben zu lassen.
Überzählige Embryonen müsste es außerdem gar nicht geben. Eizellen können seit kurzem mit einer Überlebensrate von 50 Prozent in unbefruchtetem Zustand tiefgefroren werden.
 

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Was sagt aktion leben österreich zur künstlichen Befruchtung?


Die künstliche Befruchtung (IVF = In-vitro-Fertilisation; wörtl.: Befruchtung in der Glasschale) ist eine Möglichkeit, kinderlosen Paaren den legitimen Wunsch nach Kindern zu erfüllen. Andere Möglichkeiten sind Adoption oder psychologische Beratung und Begleitung für Paare mit unerfülltem Kinderwunsch. Unfruchtbarkeit kann auch seelische Ursachen haben.
Der künstlichen Befruchtung stehen wir zwiespältig gegenüber. Wir kritisieren, dass mit der künstlichen Befruchtung die Tür zur Forschung an Embryonen und deren Verwertung geöffnet wurde. Der Embryo außerhalb des Mutterleibes wird als "vogelfrei" erklärt. Überzählige Embryonen werden vernichtet oder für Experimente verwendet und sollen in Zukunft auch als "medizinischer Rohstoff" bewertet werden. Auch die Auswahl von Embryonen nach Anzahl, Geschlecht und anderen Merkmalen ist eine Verletzung der Menschenwürde. Gegen diesen Missbrauch der künstlichen Befruchtung verwehren wir uns.
 

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Was ist so schlecht an pränataler Diagnose? Man kann einer Frau/Familie ja nicht zumuten, ein behindertes Kind zu bekommen.


Die pränatale Diagnose hat grundsätzlich Vor- und Nachteile. Manche Leiden können bereits vorgeburtlich erkannt, behandelt und so Schaden für Mutter und Kind abgewendet werden.
Allerdings werden viel mehr Krankheiten oder Behinderungen diagnostiziert, als geheilt werden können. Häufig werden nur Wahrscheinlichkeiten diagnostiziert, die Frauen keine Sicherheit bringen, sondern sie nur noch mehr verunsichern und weitere Untersuchungen nach sich ziehen.
Wichtig ist deshalb, dass die betroffene Frau gut informiert ist und Zeit hat, über ihre Entscheidungen nachzudenken. Unsere Beraterinnen bieten deshalb eine Begleitung vor, während und nach pränataler Diagnose an.
Eine andere Frage ist, ob eine Frau/eine Familie sich vorstellen kann, mit einem behinderten Kind zu leben. Ob sie sich für das Kind entscheidet, wird von ihren persönlichen Ressourcen abhängen und von der Unterstützung, die sie erwarten kann. Letztlich spielt auch die gesellschaftliche Akzeptanz dieser Kinder eine wichtige Rolle. Wenn mehr als 90 % der Kinder mit Down-Syndrom nicht zur Welt kommen, gibt das zu denken.
Ein gesundes Kind ohne jede Behinderung kann jedenfalls, auch mit der besten pränatalen Diagnose, niemandem garantiert werden. Die wenigsten Krankheiten oder Behinderungen können vorgeburtlich erkannt werden. Die meisten Behinderungen entstehen erst bei der Geburt, durch Krankheit oder Unfall.
 

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Wie steht aktion leben österreich zur Empfängnisverhütung?


Wir bekennen uns zu einer freudvoll und verantwortungsvoll gelebten Sexualität. Die Empfängnisverhütung ist eine Maßnahme, um ungeplante Schwangerschaften – und in weiterer Folge eventuelle Schwangerschaftsabbrüche – zu vermeiden. Deshalb ist es unser Anliegen, über die verschiedenen Methoden der Empfängnisverhütung zu informieren (Vor- und Nachteile, Wirkungsweise).
In unserer Broschüre "Das 1x1 der Empfängnisverhütung" wird auf die verschiedenen Methoden der Empfängnisverhütung eingegangen. Methoden, die erst nach der Empfängnis wirken und nidationshemmend sind (Minipille, Spirale), werden nicht befürwortet, weil dadurch menschliches Leben vernichtet wird.
Wir sprechen uns nicht für eine spezielle Methode der Empfängnisverhütung aus. Wir appellieren an die Paare, Empfängnisverhütung wichtig zu nehmen und offen und partnerschaftlich die Methodenwahl zu entscheiden. Gleichzeitig machen wir darauf aufmerksam, dass es keine hundertprozentige Sicherheit bei den dargestellten Methoden geben kann und die Paare Verantwortung haben, wenn es trotzdem zur Schwangerschaft kommt.
 

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