Die Eizellspende fördert Marktmechanismen in der Reproduktionsmedizin und fördert Missbrauch. Dafür gibt es bereits einige Beispiele:
In England erhalten Frauen etwa eine IvF um den halben Preis, wenn sie Eizellen spenden (Egg-Sharing-Modell).
Mehrere Firmen verknüpfen Reproduktionsmedizin und Tourismus. Fortpflanzungswillige Paare buchen eine Art Urlaub, der auch für eine IvF genutzt wird.
Unter dem Titel „Aufwandsentschädigung“ bekommen vor allem Frauen aus Schwellenländern Geld für eine Eizellspende. Das ermöglicht ihnen kurzfristig die Lösung finanzieller Nöte. Die Frauen sind allerdings bei medizinischen Problemen nicht abgesichert.
Selbst in Staaten, in denen eine „Bezahlung“ für eine Eizellspende untersagt ist, entsteht ein Markt. Der Titel „Aufwandsentschädigung“ ist dehnbar. US-amerikanische Beispiele zeigen, dass etwa Studentinnen bestimmter Fachrichtungen begehrte Spenderinnen sind und sie mit höheren „Aufwandsentschädigungen“ zur Eizellspende motiviert werden sollen.
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